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Politik als Beruf: Karrierechancen und Möglichkeiten

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:37
Wer träumt nicht von Politikergagen? Wer möchte nicht einmal ein Gesetz mitbestimmen?

Wer träumt nicht von Politikergagen? Wer möchte nicht einmal ein Gesetz mitbestimmen? Immer wieder erhoffen sich Menschen, dass sie in der Politik Fuß fassen. Doch die Politik als Beruf ist ein schwieriges Unterfangen. Schlussendlich gilt es zunächst im Parteiapparat hochzukommen.

Fact Box

  • Ein Politiker erhält erst einen Verdienst, wenn er ein Mandat hat - ganz egal, ob es in der eigenen Gemeinde oder im Parlament ist.
  • Interne Posten wie Landesparteisekretär, Verwaltungsassistent oder Mitarbeiter werden im Regelfall von bereits bestehenden Mitgliedern besetzt.
  • Interne Machtkämpfe, Kampfabstimmungen sowie das Schmieden von Intrigen ist bei jeder Partei ein fester Bestandteil.
  • Nur wer bekannt ist und auf sich aufmerksam macht, hat Chancen, dass er nach oben kommt. Alle anderen bleiben ein einfaches Parteimitglied auf Lebenszeit.

Jede Partei hat Mitglieder. Diese Mitglieder sind es schlussendlich auch, die vielleicht einmal eine berufliche Position anstreben und auch bekommen. Dass der Parteiapparat jedoch aufrecht bleibt, benötigt man auch Mitarbeiter innerhalb der Verwaltung. Aber auch hier ist es - für Nichtmitglieder der Partei - fast unmöglich, Fuß zu fassen. Schlussendlich besetzt man Personen mit derselben Ideologie und versucht somit auch etwaige "Spitzel" gar nicht in den Apparat zu lassen.

Der klassische Werdegang sieht folgendermaßen aus: Man wird Mitglied bei einer Partei. Zuerst engagiert man sich auf seiner Gemeindeebene. Selbstverständlich ist Leistung gefragt - man braucht neue Ideen, neue Gesichter und glaubwürdige Akzente. Bürgergespräche, das Kennenlernen von neuen Personen sowie auch das "Unterordnen" gegenüber den schon bekannten Politikern gehört ebenso dazu, wie etwa auch das Verfassen von eigenen Aussendungen. Wichtig ist, bekannt zu werden.

Ebenfalls gehören auch Wahlen zum Erfolg. Das Mitglied, der seinerzeit noch ein Amateurpolitiker ohne Einkommen ist und nur von seinem erlernten Beruf lebt, braucht Stimmen. Dass diese auch etwas Wert sind, benötigt er einen vorderen Listenplatz. Klingt einfach? Ist es aber nicht. Schlussendlich ist die Politik überlaufen von Personen, die in ihrer Partei einen Karriereapparat erkennen. Intrigen, Machtkämpfe sowie auch das eigene Wohlbefinden in den Vordergrund stellen gehört genauso dazu, wie etwa Wahlen zu gewinnen.



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