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Rückzahlung der Studienbeihilfe? - Regelung in Österreich

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:31
Fallweise kann die Studienbeihilfe zurückgefordert werden.

Grundsätzlich liegt die Verpflichtung zur Unterhaltung eines Studiums nach österreichischem Recht bei den Eltern des Studierenden. In den Fällen, in denen es Eltern aufgrund eines zu geringen Einkommens oder anderer finanzieller Belastungen nicht möglich ist, kann der Studierende die Studienbeihilfe in Österreich beantragen. Die Rückzahlung der Studienbeihilfe ist nicht immer erforderlich. Voraussetzung für die Gewährung einer Studienbeihilfe hängt also von den Faktoren "soziale Förderungswürdigkeit" und der "Prognose eines günstigen Studienerfolges" ab.

Die Rückzahlung der Studienbeihilfe muss in diesen Fällen erfolgen

  • Rückzahlung der Studienbeihilfe wegen eigener Einkünfte (Einkommensgrenze von 8.000 Euro jährlich)
  • Rückzahlung der Studienbeihilfe wegen fälschlich gemachter Angaben bei der Antragstellung
  • Rückzahlung der Studienbeihilfe wegen Fehlen des geforderten Leistungsnachweises („Mindeststudienerfolg“)
  • Rückzahlung der Studienbeihilfe wegen eines Studienwechsels (strenge Richtlinien) oder Studienabbruchs

Im Falle einer Rüchzahlung...

  • Im Falle einer geforderten Rückzahlung von Studienbeihilfen kann sowohl um Aufschub der Rückzahlung um zwei Jahre gebeten werden, als auch die Rückzahlung in Raten von mindestens 70 Euro gebeten werden. Wird der Studienerfolg nicht erreicht, kann die Zahlung von 36 Raten zu je mindestens 70 Euro gefordert werden.
  • Bei einem Erfolg des Studiums, der nicht rechtzeitig bekanntgegeben wurde, wird eine Rückzahlung von 180 Euro fällig.
  • Sollte der Student, der zu Unrecht eine Studienbeihilfe erhalten hat, seinen Zahlungsverpflichtungen innerhalb einer Frist von fünf Jahren nicht nachkommen, sind ab der Rechtskraft des Bescheides die fälligen Beträge mit vier Prozent zu verzinsen.

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