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Sich in Deutschland arbeitslos melden? - So wird's gemacht

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:10
Es ist allgemein bekannt, dass sichere Jobs längst der Vergangenheit angehören.
Dennoch bedeutet für die meisten Menschen die eigene Kündigung erst einmal ein Schock. Zeit zum Trübsal blasen bleibt jedoch nicht. Um seine finanziellen Ansprüche gegenüber dem Arbeitsamt zu sichern, muss man sich umgehend arbeitslos melden.

  • Es besteht die Pflicht, sich spätestens am ersten Tag der Beschäftigungslosigkeit arbeitslos zu melden. Damit der Antrag auf Leistungen anerkannt wird, muss man sich beim zuständigen Arbeitsamt persönlich arbeitslos melden. Wer sich verspätet arbeitslos meldet,muss mit einer Sperrfrist von zunächst einer Woche rechnen.
  • Um schneller in den Leistungsbezug zu kommen, sollte man sich am besten sofort bei Erhalt der Kündigung bei der Arbeitsagentur arbeitslos melden. Dies sind bei einer gesetzlichen Kündigungsfrist in der Regel drei Monate vor der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. 

Plötzlich arbeitslos – wie geht’s jetzt weiter?

  1. Beim ersten Vorsprechen muss lediglich der Personalausweis mitgebracht werden, mit dem Du Dich am Empfang des Arbeitsamtes arbeitslos meldest. 
  2. Von hier aus wird ein Termin vereinbart, an dem Du Dich bei einem Dir zugeteilten Sachbearbeiter melden musst. 
  3. ACHTUNG: Dieser Termin muss zwingend eingehalten werden. Solltest Du ihn ohne wichtigen Grund, der dem Arbeitsamt telefonisch mitgeteilt werden muss, nicht einhalten, droht eine Sperrfrist der Leistungen. 
  4. Bei diesem Termin teilt Dir der zuständige Sachbearbeiter mit, welche weiteren Unterlagen zur Feststellung eines Leistungsanspruches benötigt werden.
  5. Je besser Du vorbereitest bist, desto schneller erfolgt die Abwicklung. Deshalb ist es sinnvoll, bereits beim ersten Vorsprechen alle notwendigen Unterlagen vorzulegen.


Checkliste der wichtigsten Unterlagen zur Leistungsfeststellung

  • Personalausweis
  • Sozialversicherungsausweis
  • Lohnsteuerkarte
  • Arbeitsbescheinigung (Der Arbeitsgeber ist verpflichtet eine entsprechende Bescheinigung auszustellen).
  • Kündigungsschreiben
  • Falls vorhanden: Nachweise über Bezug von Krankengeld 
  • Falls zutreffend: Nachweis über Bezug von Erziehungsgeld

Anhand dieser Unterlagen kann der Sachbearbeiter der Leistungsabteilung ermitteln, ob und in welcher Höhe Leistungen gezahlt werden.
Als nächster Schritt wird Dir ein Arbeitsvermittler zugeteilt, dessen Aufgabe es ist, Dich in einen adäquaten Job zu vermitteln. Auch hier gilt, je besser Du auf das Gespräch vorbereitet bist, desto effektiver kann der Vermittler Dir bei der Arbeitssuche behilflich sein. 

Checkliste der wichtigsten Unterlagen zur Arbeitsvermittlung

  • Bewerbungsunterlagen
  • Zeugnisse
  • Lebenslauf
  • Referenzen

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