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So sollten Eltern ihre Kinder bei der Berufswahl unterstützen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:36
Auch für viele Eltern ein Thema.

Die Kinder und ihre Berufswahl sind ein wichtiges Thema, mit dem sich Eltern zwangsläufig viel beschäftigen. Auf der einen Seite ist es eine Entscheidung fürs Leben, mit der vor allem die Kinder als spätere Erwachsene leben müssen. Auf der anderen Seite sollte ein Beruf zukunftssicher sein und Perspektiven bieten, natürlich auch finanziell. Doch wie sehr dürfen sich die Eltern in die Berufswahl ihrer Kinder einmischen - wie lange ist ihre Hilfe noch Unterstützung und ab wann nehmen sie den Kindern eine Entscheidung, die nur sie selbst treffen können?

Spaß oder Ernst?

Kindergartenkinder wollen Pirat, Prinzessin, Tierarzt werden, oder genau das, was die Eltern machen. In der Schulzeit werden die Wünsche schon viel konkreter, doch auch sie sind noch lange keine feste Entscheidung.

Das sollten Eltern wissen. In diesem jungen Alter unterstützen sie die Kinder in ihrer Berufswahl am besten, indem sie diese sporadischen Interessen liebevoll aufgreifen und versuchen, ihrem Nachwuchs zu zeigen, was der Traumberuf beinhaltet und was vielleicht realistischer wäre.

Auf diese Weise eröffnen sie ihren Kindern die Möglichkeiten, die sie haben und die sie ohne diese Unterstützung, nicht so schnell kennen gelernt hätten.

Manchen Eltern mag es schwer fallen, gerade bei Kindern kurz vor dem Schulabschluss, die immer noch keine klare Vorstellung davon haben, was sie nun wirklich machen wollen - aber aus jedem noch nicht ernst gemeinten Vorschlag, kann mit der nötigen Aufklärung ein Wunschberuf werden.

 

Die Entwicklung respektieren

Der Nachwuchs hat gerade die Schule verlassen... und jobbt jetzt erst einmal eine Weile? Oder aber es hat mit einem tollen Ausbildungsplatz oder Studiengang geklappt, am Anfang war alles wunderbar und rosig, aber auf einmal ist jegliche Motivation weg?

Das mag für Eltern eine schwere Zeit sein, in der sie zu gerne die Kinder bei der Berufswahl unterstützen wollen würden, aber letztendlich können sie es nur, indem sie ihrem Nachwuchs zur Selbsthilfe verhelfen.

Viele junge Erwachsene müssen sich erst noch selbst finden und ob das nun während der Berufsausbildung, oder ein paar Jahre später geschieht, das kann niemand beeinflussen.

Das heißt natürlich nicht, dass die Eltern für ihre Kinder das finanzielle Auffangnetz werden müssen, denn Entscheidungen haben Konsequenzen und das müssen die Kinder ebenso lernen.

Doch durch eine berufliche Entscheidung, die sie selber treffen dürfen, wie es ihrer Meinung nach am besten ist, lernen sie viel schneller dazu und die Eltern helfen ihnen bei der Berufswahl am besten, indem sie sie ihre Wege einfach gehen lassen.

 

Im richtigen Augenblick unterstützen

Eine sehr wichtige Frage für Eltern ist: wollen meine Kinder überhaupt meine Unterstützung bei der Berufswahl? Greifen die Eltern ein, wenn die Kinder sich selbst noch orientieren müssen, werden sie das auch als Eingriff werten und können die gut gemeinte Unterstützung nicht annehmen, geschweige denn wirklich nutzen.

Vor allem sollten Eltern zum Ausdruck bringen, dass sie für Gespräche, Ideen und alle weiteren Arten von Beistand immer da sein werden.

Das nimmt dem ohnehin schwierigen Thema "Berufswahl" viel Druck, denn nun wissen die Kinder, dass sie ihre Entscheidung dann treffen können, wenn sie bereit sind - und, dass sie mit ihren Eltern erfahrene Menschen an ihrer Seite haben, die echte Hilfe anbieten können.

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