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Steckbrief schreiben? - So geht´s

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:26
Wir lernen uns und andere kennen - der Steckbrief hilft dabei!

Der Steckbrief, eine allzeit beliebte Idee, um Menschen in unserer Umgebung besser kennenzulernen. Begeben wir uns auf eine Zeitreise und erinnern uns an unsere von Bekanntschaften erfüllte Schulzeit zurück: Der Austausch von Poesiealben - schlichtweg eine Tradition - je mehr Leute sich darin mit ihren persönlichsten Daten verewigten, desto stolzer war man. Für alle Nichtwissenden hier ein kurzer Überblick darüber, welche Daten einen Steckbrief ausmachen und wie genau dieser aufgebaut und verfasst wird.

  • Die ursprüngliche Idee eines Steckbriefes basierte darauf, Täter krimineller Verbrechen explizit suchen und finden zu können, sofern diese sich versteckt halten bzw. untergetaucht sind.
  • Jegliche, bekannte Daten, wie beispielsweise der Name des Verbrechers, seine körperliche Statur oder gar auffällige Charaktereigenschaften werden dann tabellarisch festgehalten.
  • Diese Variante ist immer noch in den USA ein beliebtes Mittel, um Verbrechen aktiv entgegen zu wirken.
  • In Deutschland ging der Trend des Steckbriefes inzwischen einen etwas anderen Weg.
  • Wo früher verbrecherische Daten gesammelt wurden, werden heute persönliche Eigenschaften aufgelistet, um es Menschen zu erleichtern aufeinander zuzugehen und die gleichen Interessenfelder zu erkennen.
  • Damit dürfte es auch klar sein, warum so viele Pairing-Websites wie Spin, eDarling, Paarship etc. auf den Steckbrief zurückgreifen, um Menschen einander näher zu bringen.
  • Aber auch Meinungsforschungsinstiutionen legen Wert darauf, dass sich ihre Mitglieder vorher mit einem ausreichend ausgefüllten Profil bewerben, um dann durch Auswerten der einzelnen, angegebenen Eigenschaften die optimalen Teilnehmer für Umfragen spezieller Themen wie Sport, Ernährung etc. herausfischen zu können.
  • Doch Vorsicht: Jeder ausgefüllte Steckbrief wird sehr wahrscheinlich für die Öffentlichkeit sichtbar. Es ist also ratsam sich vorher konkret darüber im Klaren zu werden, welche Daten und Fakten man mit gutem Gewissen über sich preisgeben möchte.
  • Generell gibt es, abgesehen von unserem oberen Beispiel der Täterfahndung, zwei zu unterscheidende Arten von Steckbriefen:
  • Da wäre zum einen die sachliche Form, welche tabellarisch den Vor- und Nachnamen, ggf. die Adresse und der zugehörige Wohnort, das Geburtsdatum sowie Alter, Familienstand, Bildung und Beruf zum Ausfüllen bereithalten. Diese eher trockene Art des Steckbriefes wird häufig von Arbeitgebern beim Festhalten ihrer Arbeitnehmer genutzt.
  • Zum anderen gibt es den locker aufgebauten Steckbrief. Dieser beinhaltet, ebenfalls tabellarisch aufgebaut, gerne folgende Fakten: Vor- und Nachname, Spitzname, Geburtsdatum sowie Alter, Hobby, liebste Speisen und Getränke, Lieblingsfilme, favourisierte Musik oder Farben, in drei Worten die eigene Persönlichkeit zum Ausdruck bringen, Hassdinge und ein ganz persönliches Lebensmotto oder Zitat.

Tipps zur Orientierung

Steckbrief schreiben - So geht's:

Hier betrachten wir nun einmal die Aufbau- und mögliche Ausfüllweise von Steckbriefen.

  • Sachlicher Steckbrief - Beispielform:
  1. Vor- und Nachname: Max Müller
  2. (Adresse:)  Neubaustraße 7 (nicht zwingend erforderlich)
  3. Wohnort: München
  4. Geburtsdatum: 12.10.1957
  5. Alter: 56
  6. Familienstand: Verheiratet
  7. Bildung: Realschulabschluss - Mittlere Reife Abschluss
  8. Beruf: Industriekaufmann
  • Locker aufgebauter Freundschaftssteckbrief:
  1. Vor- und Nachname: Max Müller
  2. Spitzname: Max, Maxi, Maxl, Max (hier: englische Aussprache)
  3. (Adresse): Neubaustraße 7 (nicht zwingend erforderlich)
  4. Wohnort: München
  5. Geburtsdatum: 12.10.1957
  6. Alter: 56
  7. Familienstand: Glücklich verheiratet
  8. Bildung: Realschulabschluss - Mittlere Reife Abschluss
  9. Beruf: Industriekaufmann aus Leidenschaft
  10. Hobby: Lesen, Musik hören, Fotografieren
  11. Liebste Speise: Lasagne
  12. Liebstes Getränk: Cola-Weizen
  13. Lieblingsfilm: Inception
  14. Lieblingsmusik: Die Beatles
  15. Lieblingsfarbe: Dunkelblau und Dunkelgrün
  16. Dies liebe/mag ich: Meine Frau und meine Kinder, Lachen
  17. Dies hasse/mag ich nicht: Steuererklärung schreiben, Verachtung, unbegründete Gewalt, Stau
  18. Beschreibe Dich in drei Worten selbst: Vernünftig, engagiert, konsequent
  19. Mein Lebensmotto/Lieblingszitat: Mahatma Gandhi sagte immer, man solle so leben, als sei jeder Tag der Letzte in unserem Leben. Genau dies ist mein Motto. Ich genieße jeden Tag, schätze das Leben und mache das Beste aus jeglichen Situationen
  20. Das wünsche ich mir: Glück für meine Familie und mich
  21. Das wünsche ich Dir: Glück, Geduld und Ausdauer, bei allem, was Du in Deinem Leben erreichen möchtest

Gerne darf beiden Steckbriefformen noch ein Passbild zugefügt werden!

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