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Umschulungsberufe – Was hat Zukunft?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:26
Welche Berufe haben Zukunft und in welchen Bereichen werden Fachkräfte gesucht?
Gerade im sozialen Bereich wie Pflegeberufen und Kinderbetreuung werden im Moment händeringend Fachkräfte gesucht. Daher liegen Umschulungsberufe wie Altenpfleger, Krankenpflegehelfer, Kinderpfleger und Erzieher voll im Trend. Wo früher die kaufmännischen Umschulungsberufe eine große Rolle spielten sind e nun die sozialen Berufe. Immer mehr alte und pflegebedürftige Menschen leben in Altenheimen und benötigen Betreuung. Auch durch die Reform und den gesetzlichen Anspruch von Kinderbetreuungsplätzen von unter drei Jährigen ist der Bedarf an Fachkräften in diesen Bereich kaum zu decken. Auch Bewerber aus dem Ausland werden in Weiterbildungsmaßnahmen in diese Umschulungsberufe geschickt um den Bedarf in naher Zukunft decken zu können. Aber für wen eignen sich diese Berufe im sozialen Bereich.

Umschulungsberufe - Geeignetes


Nicht nur junge Frauen sind für soziale Berufe geeignet, sondern auch ein ehemaliger Schreiner oder LKW Fahrer ist im Pflegeheim, einer Behinderteneinrichtung oder einer Kinderkrippe gerne gesehen. Gerade im Erziehungsbereich ist es aus pädagogischen Gründen wichtig, dass Kinder auch eine männliche Ansprechperson haben, denn in vielen Familien fehlt diese durch die Trennung der Eltern. Aber auch in Pflegeheimen ist es einem 80 jährigen Bewohner lieber sich von einem Mann waschen zu lassen, als wie von einer jungen Pflegerin, da die Intimsphäre eher vom gleichen Geschlecht akzeptiert wird. Aber auch können männliche Pflegekräfte aus anatomischen Gründen die Patienten leichter lagern und können meist schwerer heben als das weibliche Pflegepersonal. Leider trauen sich bisher nur wenige Männer in diese Berufe, das mag wohl daran liegen, dass diese meist schlecht bezahlt sind, und sollte man aus gesundheitlichen Gründen umschulen müssen, kommen diese Berufe meist nicht in Frage.

Aber es gibt auch noch die klassischen kaufmännischen Umschulungsberufe wie Kauffrau/mann für Bürokommunikation, Industriekaufleute, Großhandelskaufleute und Speditionskaufleute. Diese Umschulungsberufe eignen sich besonders für Umschüler die wegen Rückenproblemen umschulen müssen. Die meist in Bildungswerken organisierte außerbetriebliche Umschulung dauert 21 Monate und beinhaltet ein betriebliches Praktikum von ca. 9 Monaten, wo die Umschüler die verschiedenen Bereiche im Unternehmen kennenlernen. Nach dem Praktikum wird dann der Umschüler beim Bildungsträger noch auf die IHK-Prüfung vorbereitet. Die Umschüler sind von der Führung eines Berichtsheftes befreit, müssen jedoch wie alle anderen Auszubildenden eine schriftliche und mündliche Prüfung bei der IHK ablegen. Hier werden alle Umschulungsberufe wie normale Ausbildungsberufe gehandhabt und der Umschüler erhält nach der Schulungsphase einen ganz normalen Kammerbrief wie die Auszubildenden auch.

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