Foto: Shutterstock.com

Vertrauen zu jemanden aufbauen? - So wird's gemacht

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:17
Wie kann ich Vertrauen aufbauen?

Vertrauen ist eine Grundvoraussetzung für das Funktionieren vieler zwischenmenschlicher Prozesse im täglichen Leben. Egal ob in der Ehe, bei Freundschaften oder im Rahmen von geschäftlichen Beziehungen - stets ist Vertrauen unabdinglich, damit diese Verbindungen nicht irgendwann abbrechen. In Krisensituationen sind sie außerdem ein gewichtiges Argument, eingegangene Beziehungen trotz Stresstests nicht zu beenden.

  • Für das Aufbauen von Vertrauen gibt es keinen Musterratgeber. Die Kriterien sind immer abhängig von den individuellen Eigenschaften der Personen, zu denen Vertrauen aufgebaut werden soll.
  • Ist man nicht intuitiv in der Lage Vertrauen aufzubauen, sollte man die Merkmale der Person genau analysieren. Anders gesagt - es ist sinnvoll zu wissen, wie die Person "tickt", die einem später vertrauen soll!
  • Ansonsten ist der Versuch, einen Vertrauensaufbau zu bewerkstelligen wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Allgemein gesprochen werden mindestens zwei Partner benötigt:

  • mindestens eine Person, die Vertrauen entgegenbringt.
  • mindestens eine Person, die das Vertrauen annimmt.

Vertrauen aufbauen - wichtige Hinweise

  • Vertrauen aufzubauen ist kein eingleisiger Prozess, sondern ein Ausdruck einer zwischenmenschlichen Beziehung. Derjenige, der auch Signale des Vertrauens ausstrahlt, wird auch eher eine Person sein, der vertraut wird.
  • Signale des Vertrauens können sein: eine offene Körperhaltung, eigene Schwächen von sich preiszugeben, Fragen zu stellen, Hilfestellungen zu geben (ohne den anderen negativ kritisieren zu wollen), zuzuhören ohne ständig zu kommentieren.  
  • Der Aufbau von Vertrauen geschieht meist nie von einem Moment auf den anderen, sondern es wächst durch jeden Erfahrungswert der Interagierenden (= die Person, die vertraut und die Person, der vertraut wird). Deshalb ist auch Ausdauer und Geduld eine wichtige Voraussetzung.
  • Die Person, die vertrauen soll, darf nicht das Gefühl bekommen, dass sie kontrolliert wird. Zu leicht könnte sie sich dadurch eingeengt fühlen.
  • Weiß man über die Person, die einem vertrauen soll, wie ihr Vertrauen in der Vergangenheit missbraucht oder enttäuscht wurde, sollte man genau hier ansetzen. Es ist zu signalisieren und zu beweisen, dass gleiche Vertrauensbrüche bei einem selbst in der Vertrauensbeziehung nicht wiederholt werden bzw. regelrechte Tabus sind. 
  • Vertrauen kann man nicht ausschließlich dadurch aufbauen, dass man versucht nett und sympathisch zu wirken.
  • Oft genug wird dies dann auch als Oberflächlichkeit gewertet, was keine gute Voraussetzung dafür ist, auf Argumente und Bedürfnisse des Gegenübers einzugehen.
  • Je nach Person ist es für den Aufbau von Vertrauen wichtiger, klare Argumente zu setzen und eigene Standpunkte deutlich und nachvollziehbar zu formulieren. Das führt zu dem Gefühl des "Ich weiß, woran ich an ihm bin!".

Kommentare