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Vitali Klitschko politisches Engagement - Ein Überblick

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:30
Die Klitschkos engagieren sich auch in der Politik.

Vitali Klitschko ist wurde am 19. Juli 1971 in Belowodsk geboren. Er ist der ältere Bruder von Wladimir Klitschko. Viele kennen ihn als erfolgreichen Boxprofi, der momentan zweimaliger Weltmeister der WBC ist. Allerdings engagiert sich Vitali Klitschko auch in der Politik. Zusammen mit seinem Bruder setzt er sich für die Demokratiebewegung in seinem Heimatland ein.

Bürgermeisterwahlen in Kiew und Einzug in den Stadtrat:

Im Jahre 2006 kandidierte er zum ersten Mal bei der Bürgermeisterwahl in Kiew. Außerdem wollte er sich in das ukrainische Parlament wählen lassen. Bei der Bürgermeisterwahl erhielt Klitschko 29% aller Stimmen. Das reichte allerdings nicht, um das Amt des Bürgermeisters zu übernehmen, da Leonid Tschernowezkyj 34% aller Stimmen erhielt. Durch das Wahlergebnis zog Vitali Klitschko aber trotzdem in den Stadtrat von Kiew ein. Bereits im März 2008 wurden Neuwahlen für das Bürgermeisteramt und dem Stadtrat angesetzt. Die Wahlen fanden dann am 25. Mai im selben Jahr statt. Auch bei diesen Wahlen ließ sich Vitali Klitschko als Spitzenkandidat aufstellen. Bei der Neuwahl erholt er aber nur die drittmeisten Stimmen aller Kandidaten. 

 

Gründung einer liberalen und pro-europäischen Allianz:

Nach diesen ersten kleinen Erfolgen wollte Klitschko aber nicht nur die Politik der ukrainischen Hauptstatt mitgestalten. Deswegen gründete er die Ukrainische demokratische Allianz für Reformen, oder abgekürzt UDAR. In der Politik tritt die Partei liberal und proeuropäisch auf. Die Partei, dessen Vorsitzender Vitali Klitschko ist, will die Ukraine modernisieren und der westlichen Welt anpassen. Damit kann man sie mit der CDU vergleichen. Für die UDAR war Klitschko der Spitzenkandidat seiner Partei bei der Parlamentswahl 2012. Mit 13,9% aller Wählerstimmen war die UDAR direkt die drittstärkste Partei im Parlament. Bei der nächsten Parlamentswahl im Jahr 2015 will Klitschko dann für das Präsidentenamt kandidieren. 
Durch seinen guten Ruf versucht er auch die Medien dazu zu nutzen für seine Politik Werbung zu machen. Vor der Fußball-Europameisterschaft 2012 nutze er ein Interview um die Menschenrechtsituation in seinem Heimatland anzusprechen. Er sagte, dass nicht alle Menschenrechte immer zu 100% eingehalten werden.

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