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Warum gibt es die 40 Stundenwoche?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:53
Es gab viele Gründe für die Einführung der 40 Stunden- Woche.

Unter der 40 Stunden- Woche versteht man die staatliche oder arbeitsverträgliche Begrenzung der Wochenarbeitszeit. Sie galt früher als die klassische Arbeitszeit und wurde 1943 von der Stahlindustrie zusammen mit der fünf- Tage- Woche eingeführt. Seitdem gilt die 40 Stunden- Woche in immer mehr Branchen.

  1. Es gab viele Gründe für die Einführung der 40 Stunden- Woche. 
  2. Die Arbeitnehmer arbeiteten damals noch durchschnittlich 48 Stunden an insgesamt sechs Tagen pro Woche. 
  3. Dies führte zu Überarbeitung, gesundheitlichen Problemen und zahlreichen Arbeitsunfällen. Es gab immer mehr Fälle von Frühinvalidität, viele gingen vorzeitig in den Ruhestand. 
  4. Deswegen forderten die Gewerkschaften eine Senkung der Wochenarbeitszeit. Eine Verkürzung der Arbeitszeit, so die Argumentation, würde die Arbeiter gesundheitlich stärken. 
  5. Auch die Produktivität würde gesteigert, da sich die Arbeitnehmer am Wochenende besser erholen und anschließend besser arbeiten könnten. Und nur so könne der Betrieb sichergehen, dass der Arbeiter ihm auch langfristig erhalten bleibe. 
  6. Dies war gerade in den Industriebranchen wichtig, die einen relativ hohen Kräfteverschleiß aufwiesen. 
  7. Ein Argument war auch, dass die Arbeitnehmer- für die damalige Zeit noch wichtig- dann häufiger in die Kirche gehen könnten. 
  8. Die Zigarettenbranche war die erste, die nach dem Krieg die 40 Stunden- Woche einführte. 
  9. Zehn Jahre später war die 40 Stunden- Woche Standard in den meisten Branchen. 
  10. Nachdem dieses Ziel erreicht war, strebten die Gewerkschaften die 35 Stunden- Woche an. Ohne Erfolg wie man heutzutage sieht. 
  11. Mittlerweile gibt es je nach Branche unterschiedliche Vereinbarungen.

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