Drucken
Letztes Update am 19.11.2014, 14:37
Mittels der McDonald's-Theorie kann man sich gute Restaurant-Ideen holen. Und noch viel mehr.

Jon Bell ist Designer und Autor. In einem auf Medium veröffentlichten Blog-Beitrag stellt er seine "McDonald's-Theorie" vor. Diese basiert auf einen Trick, den er laut eigenen Angaben immer anwendet, wenn es darum geht, im Kreise seiner Kollegen ein Restaurant für die Mittagspause auszuwählen. Meistens hat dann nämlich niemand eine gute Idee und man muss etwas nachhelfen, um kreative Vorschläge zu bekommen.

Der Trick mit der McDonald's-Theorie

Der Trick mit der McDonald's-Theorie verursacht im Idealfall einen wahren Domino-Effekt.
Der Trick mit der McDonald's-Theorie verursacht im Idealfall einen wahren Domino-Effekt. Foto: Shutterstock.com

Was macht Bell? Wenn wieder mal niemand einen adäquaten Restaurant-Tipp parat hat, schlägt er einfach vor, zu McDonald's zu gehen.

 

So gut wie immer wird das dann einstimmig abgelehnt. Was dann passiert liegt auf der Hand: Um das Fast-Food-Unheil abzuwenden kommen urplötzlich kreative Anregungen von allen Seiten.

 

Die McDonald's-Theorie nach Bell: Menschen werden zu guten Ideen inspiriert, indem sie schlechte Ideen abwenden müssen.

Handeln statt Denken

Der erste Schritt ist immer am schwierigsten.
Der erste Schritt ist immer am schwierigsten. Foto: Shutterstock.com

Mit dem (gewollt) schlechten Vorschlag wird also das Eis förmlich gebrochen und die Kreativität kann ihren Lauf nehmen.

 

Warum ist das so? Ganz einfach: Niemand will den ersten Schritt machen. Daraus folgt die These: "Der zweite Schritt ist einfacher als der Erste. Immer und überall."

 

Zumindest scheint es oft so. Daher sollte man Ideen im Zweifelsfall einfach umsetzen, anstatt ewig über das Für und Wider nachzudenken.

Die McDonald's-Theorie funktioniert überall

Die McDonald's-Theorie besagt, dass aus den schlechtesten Ideen die bestmöglichen entstehen können.
Die McDonald's-Theorie besagt, dass aus den schlechtesten Ideen die bestmöglichen entstehen können. Foto: Shutterstock.com

Hat man das erst mal verinnertlicht, so kann man diesen Trick auch für weitaus wichtigere Dinge einsetzen, als nur für die Auswahl eines Restaurants.

 

Soll man beispielsweise im Job gemeinsam mit dem Team eine Lösung für ein Projekt ausarbeiten, empfiehlt Bell einfach einen Stift zur Hand zu nehmen, zum Flipchart zu marschieren und die erste Idee (so mikrig und banal diese auch sein mag) zu skizzieren.

 

Ist es doch eine gute Idee: Perfekt. Ist die Idee dumm, so lehrt uns die McDonald's-Theorie, dass die Gruppe dadurch zu besseren Einfällen motiviert wird.

 

Empfohlenes Wording: "Das ist jetzt vielleicht verrückt, aber was wäre wenn wir..." - Vermutlich entsteht nach einiger Zeit aus einer dummen Idee dann ein geniales Konzept.

 

Ziemlich smarter Mann, dieser Jon Bell...

Kommentare