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Was ist ein Ausbilderschein?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:29
Von vielen Firmen wird verlangt, dass verschiedene Mitarbeiter in den Abteilungen einen Ausbilderschein haben, um Lehrlinge ausbilden zu dürfen.
Doch zunächst stellen sich folgende Fragen, wer darf einen Ausbilderschein machen, welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, benötigt man dafür Berufserfahrung. Der Ausbilderschein ist deshalb so wichtig für Unternehmen, da viele Stellen durch Auszubildende erst besetzt werden dürfen, wenn auch ein entsprechender Ausbilder vorhanden ist.

Ausbilderschein - Erklärung

Voraussetzungen für einen Ausbilderschein:
Es ist nicht mehr notwendig, dass der betroffene Mitarbeiter über Berufserfahrung verfügt. Er kann direkt nach der Ausbildung mit dem Schein beginnen. Dafür muss bei der IHK eine Prüfung absolviert werden. Dabei wird er von einer Prüfungskommission getestet, ob er schon bereit ist, Lehrlinge in dem Bereich auszubilden. Bei der IHK wird dafür ein Lehrgang angeboten, welche innerhalb von zwei Woche absolviert werden kann. Nach dem Lehrgang wird eine Prüfung abgelegt und es entscheidet sich, ob der Mitarbeiter diese bestanden hat oder nicht. Die Kosten für den Lehrgang werden meist von dem Arbeitgeber übernommen. Die Kosten belaufen sich so auf 500 bis 600 Euro pro Lehrgang. Allerdings darf man nur in dem Bereich ausbilden, in dem man selber gelernt hat. Bei angewandten Berufen besteht jedoch kein Problem. Bei der Ausbildung von Lehrlingen spielt die Psychologie eine wesentliche Rolle. Es ist wichtig bereits vorher zu wissen, ob man die persönlichen Kompetenzen dafür mitbringt, sonst bringt jeder teure Lehrgang nichts.

Ablauf:
Hat sich der Mitarbeiter entschieden, einen Ausbilderschein zu machen, muss man sich zunächst bei der Industrie- und Handelskammer anmelden. Die Prüfung findet meist an zwei aufeinander folgenden Tagen statt. Sie beinhaltet einen theoretischen und praktischen Teil. Es erfolgen in den Prüfungen Feststellungen, ob man dafür geeignet ist einen Lehrling richtig zu schulen und ob die pädagogischen Kompetenzen vorhanden sind. Es gibt auch sogenannte Fernlehrgänge, die weiter vom Arbeitsort entfernt sind. Für die Prüfung sollte entsprechend Zeit zur Vorbereitung mit einkalkuliert werden. Bei dem Lehrgang der IHK lernt man zwar viel Grundwissen, jedoch muss dieses in Fleisch und Blut übergehen und man sollte hinterher noch genauso viel wissen. Für die Prüfung benötigt man außerdem geeignete Fachliteratur. Unter Umständen muss diese auch selber bezahlt werden, oder die Firma übernimmt die Kosten dafür. Da manche den Lehrgang neben der Ausübung des Berufs ausführen, sollte man sich gut überlegen, wie man mit dem Zeitmanagement umgeht, denn viele Veranstaltungen werden in den Abendstunden stattfinden.

Weitere Informationen zum Ausbilderschein:
Ein großer Vorteil ist, die Erfahrung von anderen Ausbildern oder den ebenso angehenden Ausbildern. Zur Vorbereitung der Prüfung, kann man sich zu Hause Karteikarten schreiben. So kann der Stoff schnell überflogen werden, und das Auswendiglernen übernimmt nicht die Oberhand. In vielen Fällen ist es sinnvoll mit Freunden oder dem Partner zu üben. Denn indem man Anderen etwas erklärt, kann man die Prüfungssituation vorab üben. Sollte der Stoff noch nicht so gut sitzen, sind die Karteikarten eine sinnvolle Hilfe für unterwegs. Durch das Lernen hat man die gewisse Sicherheit in der Prüfung kompetent aufzutreten.

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