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Was tun bei sexueller Belästigung am Arbeitsplatz?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:47
Millionen Menschen betreten täglich ihren Arbeitsplatz und viele verspüren dabei Angst.
Ein Kollege oder gar der eigene Chef, kommt Ihnen zu nah und macht Ihnen jeden Arbeitstag zur Tortur? Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz kommt häufig vor, doch Sie müssen das nicht hinnehmen!

  • Auch wenn es Ihnen nicht gerecht vorkommt, sollten Sie sich erst über den Härtegrad der Belästigung im Klaren werden. 
  • Die eigenen Empfindungen sind oft sensibler und häufig werden bestimmte Taten missverstanden. Sind Sie sich sicher das die Person Ihnen unsittlich zu nahe kommt dann greifen Sie ein!
  • Machen Sie nicht den Fehler und schweigen Sie! Eine sexuelle Belästigung ist nie die Schuld des Opfers! 
  • Umso mehr Menschen von Ihrer Situation erfahren, umso unsicherer wird der Täter und wird sich hüten, Ihnen nochmals zu nahe zu kommen.

  1. Schon bei der ersten unliebsamen Begegnung sollte ein klares Zeichen gesetzt werden. Sprechen Sie den Täter laut an und bringen Sie ein vermeintlich "flüsterndes" Gespräch zu einer lautstarken Unterhaltung. 
  2. Engen Sie die Person ein und sagen Sie klar, dass Sie kein Interesse an sexuellen Handlungen haben und dass Sie in Frieden gelassen werden möchten. 
  3. Bleiben Sie unter Menschen und versichern Sie sich, dass dieses Gespräch gehört wird. 
  4. Die erste von Ihnen erteilte Abfuhr muss den Täter verunsichern und im besten Fall abschrecken! 
  5. Notieren Sie sich umgehend den genauen Tatvorfall und hinterlegen Sie das Dokument, mit einer eidesstattlichen Versicherung, bei Ihrem Rechtsanwalt. 
  6. Nehmen Sie die Belästigungsversuche nicht hin und gehen Sie immer in die Offensive. 
  7. Sprechen Sie laut wenn der Täter flüstert und stellen Sie ihn blos. Im Notfall wehren Sie sich laut und mit Körpereinsatz und machen andere auf Ihre Situation aufmerksam. 
  8. Vermeiden Sie es mit der Person alleine zu sein und weihen Sie Freunde und Arbeitskollegen ein. Oft ist eine sexuelle Belästigung kein Einzelfall in einer Firma und schnell tauchen weitere Opfer auf. 
  9. Gemeinsam kann einfach besser gegen einen solchen Menschen vorgegangen werden. Mit mehreren Aussagen kann sofort zur Polizei gegangen werden und dem Spuk ist bald ein Ende bereitet. 
  10. Nehmen Sie gerne auch Kontakt zu kostenlosen Beratungsstellen auf und schildern Sie Ihr Problem. Sie werden kompetent beraten und bekommen weitere nötige Unterstützung. 

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