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Wenn der Arbeitsplatz krank macht: Ergonomische Defizite im Büroalltag

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:36
Wer einem Bürojob nachgeht verbringt den Großteil des Tages im Sitzen.

Wer einem Bürojob nachgeht - und in der heutigen Zeit betrifft das selbstverständlich immer mehr Menschen - verbringt den Großteil des Tages im sitzenden Zustand. Untersuchungen haben ergeben: Rund 85 Prozent eines durchschnittlichen Büro-Arbeitstages werden im Sitzen verbracht.

 

Daher sollten diesbezüglich unbedingt einige Maßnahmen getroffen werden. Denn eine falsche Sitzposition in Kombination mit einem auch ansonsten eher passiven Lebensstil ohne viel Bewegung kann sehr bald zu Rückenbeschwerden führen. Eine oft unterschätzte Problematik.


Am Arbeitsplatz kommt es hier in vielen Fällen zu ergonomischen Defiziten. Es ist nämlich wichtig, auf qualitativ hochwertige Büroeinrichtung und die richtige Anordnung ebendieser achtzugeben. Vor allem der Bürostohl ist enorm wichtig, um nicht mit Rückenproblemen konfrontiert zu werden.

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Falsche Einstellung des Bürostuhls

 

Im Office ist der Bürosessel - wie Computer, Telefon usw. auch - ein Arbeitsgerät. Oft investieren Unternehmen zwar große Summen in moderne Hardware-Lösungen und IT-Ausstattungen. Doch die Wichtigkeit des Bürostuhls wird dabei gerne übersehen. Dabei ist ein guter Drehsessel unbedingt erforderlich, um die Wirbelsäule zu stützen und somit den Rücken zu schonen.

 

 

Oft beginnt das Übel schon bei der Sitzhöhe. Diese sollte ungefähr auf Kniehöhe ausgerichtet sein. Der Mitarbeiter soll sich in jedem Fall wohl fühlen und alle Arbeitsschritte ausführen können, ohne den Rücken dauerhaft belasten zu müssen.

 

Wichtig ist auch ein fester Kontakt zur Rückenlehne. Immer wieder sieht man Büroarbeiter, die akribisch und weit nach vorne gebeugt Daten in den PC klopfen. Der Rücken soll aber unbedingt gerade sein. Ebenso soll die Kniekehle über etwas Abstand zur Sitzvorderkante verfügen.

 

Ergonomische Mängel weisen Billigsessel häufig bei der Rückenlehne auf. Diese sollte nämlich eigentlich durch die sogenannte Rückstellkraft Widerstände elastisch abfedern und so den ganzen Rücken stabilisieren.



Auch der Tisch ist wichtig

 

Auch ein perfekt eingestellter Bürosessel bringt allerdings wenig, wenn der Bürotisch unpassend ist. Dieser sollte weder zu hoch, noch zu niedrig sein. Im modernen Brüo ist die Tastatur ein guter Gradmesser. Setzt man seine Finger auf die zentrale Tastenreihe, sollte diese etwas unterhalb der Höhe der eigene Ellenbogen sein. Die Oberschenkel müssen ausreichend Platz unterhalb der Tischläche haben. Ist dies nicht der Fall sollte man möglichst rasch nachjustieren.

 

Relativ leicht geht das üblicherweise, wenn der Tisch zu niedrig ist. Hier gibt es Tischbeinpassstücke, um die Tischfläche zu erhöhen. Wenn der Tisch allerdings zu hoch ist, müssen womöglich Tischbeine abgesägt werden. Hier ist es oft ratsam, in eine neue, ergonomische Büroausstattung zu investieren.



Das Zusammenspiel des Office-Setups ist wichtig

 

Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Büroausstattung ein häufig unterschätzter Auslöser für Rückenschmerzen sein kann. Das sorgt für Leistungsdefizite bei den Angestellten und hat somit auch direkt Nachteile für den Arbeitgeber.

 

Wichtig ist ein ergonomisches Gesamtkonzept für jeden Arbeitsplatz. Bürosessel, Schreibtisch, Monitor, Tastatur sowie Einrichtung und Beleuchtung sollten dementsprechend angepasst werden. Zusätzlich muss jedem Büroarbeiter die Wichtigkeit der richtigen Sitzposition bewusst gemacht werden.


Weitere relevante Faktoren sind die optimale Office-Beleuchtung sowie sonstige Einrichtungsgegenstände und das Raumklima. Viele Pflanzen, Wasserspender und ein helles Ambiente runden neben den ergonomisch angepassten Büromöbeln ein gutes und gesundes Arbeitsklima ab.

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