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Wie inszeniert man sich erfolgreich?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:50
Dass nicht alles Gold ist, was glänzt, ist hinreichend bekannt.
Und auch, wie es sich so verhält mit dem Schein und dem Sein. Und in Zeiten, in denen Begriffe wie „Selbstmarketing“ Hochkonjunktur haben, hat man bisweilen den Eindruck, dass es geradezu überlebensnotwendig ist, das „eigene Ich“ immer ein bisschen größer oder glamouröser zu machen als es eigentlich ist.

Meine Freundin Brigitte beherrscht diese Disziplin wie keine Zweite. Als Studienabbrecherin mit Gelegenheitsjobs und einer Optik, die nicht einheitlich als vorteilhaft beurteilt wird, würde sich so manch‘ einer eher konsequent im Schatten des Lebens aufhalten. Nicht so Brigitte. Sie hat wasserdichte Argumente und Erklärungen für ihre berufliche Unterentwicklung, lächelt und wirft kokett ihr schütteres Haar in den Nacken - und gibt jedem, der mit ihr spricht, das Gefühl, das Leben sei ein einziger riesengroßer Flirt.

  1. Was ist nun Brigittes persönlicher Erfolgsgarant? Eindeutig ihr Charme. Was angeboren ist, baut sie seit Jahren zu ihrem unangefochtenen Wettbewerbsvorteil aus. Und so hat sie sich eine Art "Prinzess Charming" Nimbus zugelegt - und besticht zu ihrem eigenen Vorteil ihre häufig wechselnden Vorgesetzten, ihre Freunde und so manchen Mann, dem man gedanklich eigentlich eher ein Beiwerk aus einem Top-Modell-Kader zusortiert hätte.
  2. Was in Brigittes Fall funktioniert, ist durchaus übertragbar. Jeder Mensch hat irgendein besonderes Talent, das sich geschickt ausbauen lässt. Das kann besondere Eloquenz sein oder mitreißender Humor. Oder ein hypnotisierendes Lächeln. Und es wäre fahrlässig, diesen „einzigartigen Verkaufsvorteil“ nicht zu Tage zu fördern und so richtig auszuschlachten.
  3. DAS nennt man eine erfolgreiche Selbst-Inszenierung. Es geht nicht um Täuschung oder gar Tarnung, sondern um die sinnhafte Nutzung des eigenen Kapitals. So geht man mit Sicherheit erfolgreicher durchs Leben, was die Zufriedenheit mit sich und den eigenen Qualitäten erhöht.
  4. Also, meine Damen und Herren: zeigen Sie, was Sie haben. Und seien Sie stolz darauf! Bescheidenheit war gestern.

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