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Wie viele Urlaubstage beim Minijob? - So rechnen Sie richtig

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:27
Auch bei einem Minijob hat man grundsätzlich einen Urlaubsanspruch.
Allerdings werden die Urlaubstage auf die tatsächlichen Wochenarbeitstage herunter gerechnet. Dementsprechend stehen geringfügig Beschäftigten weniger bezahlte Urlaubstage zu, als Vollzeitkräften. 

Bitte beachten

  • Nicht jede geringfügige Beschäftigung ist auch als Minijob zu werten.
  • Bei einem Teilzeitjob können mitunter mehr Urlaubstagegewährt werden.
  • Lesen Sie hier mehr über den Unterschied zwischengeringfügiger Beschäftigung und Minijob.

Berechnungsgrundlage

So berechnen Sie Ihren Urlaubsanspruch für den 400-Euro Job

Bei einem 400-Euro Job kommt es darauf an, wie viele Wochentage Sie arbeiten. Denn grundsätzlich steht jedem Arbeitnehmer ein Erholungsurlaub zu. Wie viele Tage im Jahr das mindestens sind, hat der Gesetzgeber festgelegt. Bei einer Vollzeitbeschäftigung mit 40-Stunden-Woche beträgt der Urlaubsanspruch in Deutschland mindestens 24 Werktage im Jahr. In Österreich ist der Urlaub etwas länger. Mit zunehmendem Alter erhöht sich der Anspruch sogar. In Arbeitsverträgen kann aber durchaus etwas anderes (mehr Urlaub) vereinbart sein. Deswegen sollten Sie zunächst einen Blick in Ihren Arbeitsvertrag werfen um zu sehen, ob Ihr Urlaubsanspruch dort vermerkt ist. Wenn nicht, können Sie von den 24 Werktagen ausgehen. Diese müssen Sie allerdings auf Ihre Arbeitszeit herunter rechnen.

 

Urlaubstage berechnen nach dem gesetzlichen Urlaubsanspruch

Da Sie mit Ihrem Minijob weniger arbeiten als eine Vollzeitkraft, reduzieren sich die Urlaubstage. Ihre Urlaubstage können Sie mit einer Formel berechnen. Ausgangspunkt dafür ist die Anzahl Ihrer Arbeitstage pro Woche. Als ganzer Arbeitstag werden normalerweise nur Tage gewertet, an den Sie mindestens 8 Stunden arbeiten, sofern in Ihrer Branche keine abweichenden Arbeitstage üblich sind. Wenn Sie beispielsweise vier halbe Tage in der Woche arbeiten, ergeben sich daraus zwei volle Arbeitstage und nicht vier.

  1. Teilen Sie die Anzahl Ihrer Arbeitstage durch 5. Die Zahl 5 ergibt sich aus den üblichen Arbeitstagen bei einer Vollzeitbeschäftigung pro Woche.
  2. Das Ergebnis multiplizieren Sie nun mit 24. Die Zahl 24 ergibt sich aus den Urlaubstagen pro Jahr bei Vollzeitbeschäftigung.
  3. Ein Beispiel: angenommen Sie arbeiten an zwei Tagen in der Woche. Dann haben sie 9,6 bzw. aufgerundet 10 Urlaubstage im Jahr.

 

Der Gleichheitsgrundsatz: manchmal haben Minijobber mehr Urlaubstage

Darüber hinaus gilt der Gleichheitsgrundsatz. Wenn in Ihrer Firma grundsätzlich 30 Urlaubstage im Jahr gewährt werden, haben Sie auch mit Ihrem Minijob einen höheren Urlaubsanspruch. Dementsprechend wird bei der Berechnung die Zahl 24 durch die Zahl 30 ersetzt.

 

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