Foto: falk / Shutterstock.com

Woher kommt der Ausdruck "gefeuert werden"?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:24
Woher kommt bloß diese Redewendung?

Zumindest den Eindruck erhält man manchmal, wenn jemand frustriert und enttäuscht von einer kürzlich erfolgten Entlassung berichtet und dabei die Redewendung ‚gefeuert werden’ benutzt. Und jedenfalls in finanzieller Hinsicht kann es ohne Job ja auch recht schnell ziemlich kritisch werden, wenn auch nicht wirklich lebensbedrohlich. Das ist immerhin heute zum Glück so. Früher, ohne Sozialstaat, war der unmittelbare Zusammenhang von Arbeit und Lebenserhalt aber noch bedeutender.

Vielleicht rührt es daher, dass der Ursprung des Ausdrucks ‚gefeuert werden’ auf ein Wortspiel zurück geht, welches das Freimachen eines (Arbeits-)Platzes mit dem Entladen einer Waffe in Verbindung bringt. Hier die wichtigsten Hintergründe:

  • ‚Gefeuert werden’ (‚to fire’) ist eine aus dem Englischen entlehnte Redewendung.
  • Die älteste bekannte Erwähnung von ‚to fire’ in diesem Zusammenhang stammt aus dem Jahre 1885.
  • Die Redewendung fand sich zuerst im amerikanischen Englisch.
  • Höchstwahrscheinlich geht sie zurück auf die Mehrfachbedeutung des Wortes ‚(to) discharge’, welches einerseits ‚aus/von einer Position entlassen’ bedeutet und andererseits das Entladen einer Schusswaffe meint.

Gefeuert werden - Ein Todesurteil?

  • So wurde also wohl das Freimachen einer Waffe, um sie für einen Schuss vorzubereiten mit dem Freimachen eines Platzes bzw. einer Arbeitsstelle wortspielerisch in Verbindung gebracht. Auch die Redewendung ‚heraus werfen’ geht in diesem Zusammenhang auf die Verwendung von ‚discharge’ zurück. 
  • Dass ‚gefeuert werden’ meist in Situationen gebraucht wird, in denen die Entlassung plötzlich und vielleicht auch nach einer Auseinandersetzung zwischen Arbeitgeber und –nehmer stattgefunden hat, unterstreicht die Anleihe, die der Begriff in der Waffenkunde macht.
  • Auch eine Waffe feuert(e) man zuweilen im Affekt und nach einer Auseinandersetzung ab. Allerdings dürften auch etwaige Arbeitsverhältnisse danach beendet gewesen sein...

Kommentare