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Diamanten-Cut: Der Schliff von Diamanten

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:27
Diamonds are the girls best friend, wer kennt nicht diesen Song und wer kann sich der Faszination Diamant entziehen, wenn der Stein in der Sonne glitzert.
Aber warum bricht sich das Licht so wunderbar in diesem Stein? Ein Rohdiamant hat den Charme eines Kieselsteines und erst durch den Schliff wird er zu dieser kleinen Kostbarkeit die nicht nur Frauen lieben.

Bitte beachten

  • Die 4 C sind wichtig für die Beurteilung, denn Diamant ist nicht gleich Diamant!

Diamanten Schliff - Näheres

Color: die Farbe

  • Wird in Buchstaben angegeben. Von hoch rein Weiß (D) bis Gelblich verfärbt (Z). Je höher der Stein nach den international festgelegten Vergleichs Steinen eingestuft wird, und je höher er in der Farbskala liegt, desto wertvoller ist der Stein.

Clarity: die Reinheit

  • Jeder Stein ist einzigartig, durch Einschlüsse, kleine Risse und kleine Unreinheiten genannt Wolken. Das ist markierend wie ein Fingerabdruck. Je weniger Einschlüsse der Diamant hat, also je reiner er ist, je höher steigt der Preis.

Carat: das Gewicht

  • Das Gewicht der Diamanten wird in Carat (ct) angegeben. Ein Carat entspricht einem Gewicht von 0,2 g.
  • Je nach Größe steigt der Preis exponentiell. Große Steine sind relativ selten.

Cut: der Schliff

  • Optimal reflektiert wird das einfallende Licht nur durch einen perfekten Cut. Durch die Facettierung des Steines wird im Idealfall das Licht so umgelenkt, dass eine optimale Reflexion entsteht. Ist ein Diamant zu flach geschliffen, verliert er sein Feuer, er schluckt das Licht. Ist er zu hoch geschliffen, wird das Licht nicht zur Oberfläche reflektiert, sondern tritt an den Seiten aus.
  • Ein Rundist, also ein kreisrunder Stein mit mindestens 32 Facetten im Oberteil und mindestens 24 Facetten im Unterteil plus Spitze (Kalette). Das sind die wesentlichen Merkmale des Brillantschliffes der erst um 1910 entwickelt wurde, bis dahin wurden die Diamanten im sogenannten Altschliff geschliffen. Durch weniger Facetten haben die Steine keine so hohe Brillanz und erscheinen etwas dunkler.
  • Modifiziert können die Diamanten auch oval geschliffen werden, oder es gibt ihn auch in Herzform oder Tropfenform.
  • Der Princess Cut ist quadratisch und extrem hochwertig und momentan sehr aktuell. Der Princess Cut hat durch die Ausnutzung des natürlichen Diamanten Materials ein überdimensionales Funkeln und lässt Einschlüssen nahezu verschwinden. Den Princess Cut gibt es in mehreren Varianten, von 57 und bis zu 146 Facetten. Der Nachteil besteht in den vorstehenden Ecken, und da auch ein Diamant nicht unzerstörbar ist, sollten diese mit der Fassung geschützt werden.
  • Henry Grossbard entwickelte 1976 den Radiant Schliff. Davor hatten alle Diamanten lange rechteckige Facetten wie beim Smaragd. Grossbard fügte Stern Facetten hinzu und dadurch hatten die Steine mehr Brillanz.
  • La Baque bedeutet der Stab. Es handelt sich dabei um eine genau rechteckige Form mit vier exakt geschliffenen 90° Ecken. Doppelt bis dreimal so lang wie breit, wirkt der Baguette Schliff eher elegant und weist nicht die Brillanz eines Brillantschliffs auf.
  • Im Gegensatz zum Baguette ist der Smaragd Schliff ein achteckig geschliffener Diamant. Das heißt, den 90° Ecken wurden durch Stern Facetten die Scharfkantigkeit genommen.
  • Ein quadratischer Smaragd Schliff wird auch als Assher Cut bezeichnet. Die Brüder Abraham und Joseph Assher haben 1902 den ersten Diamanten so geschliffen. Heute hat der Assher Cut mehr Facetten.
  • Der Marquise Schliff oder Navette sieht aus wie ein Weberschiffchen. Am ehesten lässt es sich mit einem Oval mit Spitzen beschreiben.

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