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Mit dem Knabbern an den Fingernägeln aufhören: 7 gute Tipps

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:34
Häufig sind Stresssituationen der Auslöser für das unschöne Knabbern an den Fingern.

Nicht nur für Kinder, auch für viele Erwachsene stellt es ein echtes Problem dar: lästiges Nägel Kauen! Häufig sind Stresssituationen der Auslöser für das unschöne Knabbern an den Fingern. Wer diesem Problem Herr werden möchte, benötigt viel Disziplin und Willenskraft.

Erklärungsgründe und Behandlungsmöglichkeiten

Doch Nägel kauen ist nicht gleich Nägel kauen. Je nach Intensität und Häufigkeit können Betroffene entweder unbedarft mit dem Knabbern umgehen oder müssen sich professionelle Hilfe suchen. Wann Handlungsbedarf besteht, lässt sich recht leicht an den unterschiedlichen Phasen erkennen:

  • Wer lediglich hin und wieder und ohne bleibende Schäden an seinen Nägeln kaut, muss sich keine Sorgen machen. Einfache Tricks, die selbst durchgeführt werden können, reichen bereits aus, um das Knabbern einzustellen.
  • Wird häufiger geknabbert, selbst wenn der Betroffene dies nicht als belastend empfindet, sollte ein offenes Gespräch gesucht werden. Häufig ist es hilfreich, wenn Außenstehende die Person auf das Kauen aufmerksam machen. Zusätzlich können ein, zwei Tricks beherzigt werden, um das Problem einzudämmen.
  • Ist das Nägel Kauen für den Betroffenen sehr belastend und geht mit weiteren Symptomen einher, wie beispielsweise Schlafstörungen, Essstörungen oder auch Unlust, sollte in jedem Fall professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. Meist kann nur eine Verhaltenstherapie mit einhergehender Ursachenforschung das Problem lösen.



Einige Tipps um mit dem Nägel kauen aufzuhören:

  1. Betroffene fühlen sich häufig machtlos, da sie das Kauen als eine unbewusste Handlung wahrnehmen, die nicht zu stoppen ist. Dies ist jedoch nicht korrekt. Das Führen der Hand zum Mund und das Einführen des ersten Fingers werden sehr wohl noch registriert. Lediglich das anschließende Kauen kann eine automatische Handlung sein. Daher gilt: Konzentration und Disziplin. Wandert die Hand zum Mund, muss der Betroffene dies sofort unterbinden.
  2. Merken Betroffene, dass sie den Finger im Mund haben, sollten sie sich stets zwingen, die Handlung sofort zu unterbinden. Wer Gnade walten lässt und lediglich „ein wenig“ auf der Nagelhaut kauen möchte, wird schnell die Kontrolle verlieren. Ähnlich zum Zigarette rauchen sollten Nägelkauer ihre Gewohnheit nicht langsam, sondern radikal von heute auf morgen umstellen.
  3. Häufig ist die raue Nagelhaut der Auslöser dafür, dass mit dem Nägelkauen begonnen wird. Regelmäßiges Eincremen ist daher sehr wichtig, um einen Kaustopp zu ermöglichen.
  4. Ein gutes Hilfsmittel stellen zudem Klarlacke dar, die mit Bitterstoffen angereichert sind. Beginnen Betroffene an ihren Nägeln zu knabbern, werden sie sofort durch den unangenehmen Geschmack auf ihr Tun aufmerksam gemacht. Geeignete Präparate können in Apotheken gekauft werden.
  5. Ablenkung ist ebenfalls ein gutes Mittel, das Fingernägel Kauen zu stoppen. Wer bemerkt, dass seine Finger kontinuierlich Richtung Mund wandern, sollte sie mit etwas anderem beschäftigen. Bereits das in die Hand nehmen von Gegenständen, wie beispielsweise ein Magic-Würfel oder Strickzeug, kann helfen. Die Finger werden so „belagert“ und das Nägel kauen verhindert.
  6. Die Nägel sollten stets kurz geschnitten sein. Sind sie zu lang, verleiten sie schnell zum Knabbern. Erst wenn ein halbes Jahr nicht mehr an den Nägeln geknabbert wurde, dürfen Betroffene sie wachsen lassen.
  7. Fingernägel kauen ist ein psychisches Problem. Wer weiterhin Rückschläge erleidet, sollte sich daher Stift und Papier zur Hand nehmen und aufschreiben, in welchen Situationen ihn der Drang zum Kauen überkommt. So lassen sich Stresssituation gut einkreisen und dem Betroffenen bietet sich die Möglichkeit, sich gezielt auf solche Momente vorzubereiten.

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