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Problem Reibeisenhaut - Was hilft dagegen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:59
Die Verhornungsstörung tritt bevorzugt an den Armen auf. Hier finden Sie Tipps gegen Reibeisenhaut.

Viele Menschen haben das Problem der Reibeisenhaut, aber nur die wenigsten wissen, was das überhaupt ist. Reibeisenhaut wird auch als Keratosis pilaris oder Keratosis follicularis bezeichnet. Hierbei handelt es sich um eine Verhornungsstörung der Haarfollikel, die in hautfarbenen oder auch entzündlich geröteten Hautkegel sichtbar wird. Beim Streichen und Berühren der betroffenen Hautstellen spürt man eine Unebenheit, die sich ähnlich wie kleine Pickelchen anfühlt. Diese Hautkrankheit tritt meistens an den Oberarmen, teilweise aber auch an den Wangen und den Außenseiten der Oberschenkel auf. In der Regel zeigt sich die anlagenbedingte Reibeisenhaut bereits in der Kindheit, wird aber erst im Teenageralter als störend empfunden. Reibeisenhaut ist zwar nicht gefährlich und muss daher auch nicht behandelt werden, aber viele Betroffene leiden unter diesen Hautproblemen.

  • Die Reibeisenhaut stellt lediglich ein optisches Problem dar.
  • Daher wurde auch bisher noch nicht nach Behandlungen gegen diese Verhornungsstörung geforscht.
  • Es sind zwar einige mögliche Empfehlungen bekannt, eine 100%ig zufriedenstellende Behandlung ist aber bisher nicht gefunden worden.
  • Allerdings kann mit regelmäßigen kosmetischen Maßnahmen (wie untern beschreiben) eine Besserung erzielt werden.

  • Urea-Körpercreme
  • Meersalz
  • grobkörniges Meersalzpeeling für den Körper

  1. Die Reibeisenhaut ist eine Verhornungsstörung der Haut. Daher können vor allem keratolytische Behandlungen, also Maßnahmen die Hornhaut erweichend wirken, sinnvoll sein.
  2. Hilfreich zur Behandlung der Reibeisenhaut sind regelmäßige Peelings. Verwenden Sie bevorzugt Peelings mit grobem Meersalz und geben Sie diese in kreisenden Bewegungen über die betroffenen Hautpartien. Ein Körperpeeling sollte allerdings nicht öfter als zweimal wöchentlich angewandt werden. Grobe Meersalzpeelings sind nur für den Körper geeignet, verwenden Sie für das Gesicht ein spezielles Gesichtspeeling (im Gesicht bitte nur einmal die Woche).
  3. Viele Betroffene berichten über eine Verbesserung der Symptome währen der Urlaubszeit. Die Verbindung von Meersalzwasser und Sonne soll tatsächlich hilfreich im Kampf gegen die Reibeisenhaut sein. Zu Hause empfehlen sich Meersalzbäder und Solarienbesuche in angemessener Dosis (je nach Hauttyp 1-2x im Monat). Im Sommer können Sie sich ein Meersalzspray aus Wasser und gelöstem Meersalz herstellen und die betroffenen Hautstellen damit besprühen. Durch die zusätzliche, wohldosierte Sonneneinstrahlung kann es zu einer deutlichen Verbesserung der Verhornungsstörung kommen.
  4. Cremes mit Urea (Harnstoff; aber keine Angst der Harnstoff wird synthetisch hergestellt) werden auch bei Schrunden und stark verhornten Füßen eingesetzt. Daher können sich Urea-Cremes auch positiv auf die Reibeisenhaut auswirken. Körperlotion mit etwa 10% Urea-Anteil bekommen Sie von vielen verschiedenen Herstellern.
  5. Auch Salicylsäure Cremes und Salben, die einen intensiven Peelingeffekt auf die Haut haben, können wirksam sein. Salben die Ammoniumlactat enthalten, werden ebenfalls von vielen Betroffenen als hilfreich beschrieben.
  6. Sonderformen der Reibeisenhaut, bei denen es zu wirklich starken Verhornungsstörungen (oft im Gesicht) kommt, sollten immer vom Hautarzt behandelt werden. Positiv kann hier zum Beispiel die Bestrahlung mit einem CO2-Laser sein. Er führt zu einer starken Abtragung der Hornhaut.

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