Foto: Shutterstock.com / Nicht jeder kann Tattoo-Artist werden. Talent in vielen Bereichen ist unbedingt erforderlich.

Tätowieren selbst lernen? - Anleitung und alle Infos

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:29
Tättowieren lernen leicht gemacht!

Nachdem Tätowierungen damals als Knastsymbole abgestempelt wurden und in einigen Teilen der Welt immer noch ein absolutes No-Go sind, besitzt in Deutschland inzwischen so gut wieder jeder Dritte eine Tätowierung oder wünscht sich zumindest eine. Aber wie geraten die Bilder eigentlich auf die Haut? Und kann jeder das Tätowieren lernen?

Bitte beachten

  • Ein hohes Talent beim Zeichnen ist die Voraussetzung für jeden erfolgreichen Tätowierer.
  • Aber das reicht bei weitem nicht aus. Nur weil man wundervolle Bilder zu Papier bringen kann, kann nicht gleich jeder diese auch auf die Haut bringen.
  • Beim Tätowieren gibt es viele Techniken, die erst einmal erlernt werden müssen.
  • Viel Übung und Geduld ist also notwendig, um zu einem erfolgreichen und angesagten Tättowierer zu werden.
  • Aber auch ein gewisses Maß an Kreativität sollte nicht fehlen, denn die Wünsche der Kunden sind nicht immer leicht umzusetzen. 
  • Erfahrung und Übung sind also das A und O für einen erfolgreichen Tattoo-Artist.

Was gehört zur Ausstattung eines Tätowierers?

  • Nur weil man eine Maschine und das dazugehörige Netzteil besitzt, kann man nicht gleich loslegen. Eine qualitativ hochwertige Maschine ist sehr wichtig, da ein Künstler nur so gut ist wie sein Werkzeug.
  • Es ist also darauf zu achten, keine günstige Maschine zu verwenden, da diese oftmals schon allein an ihrer Stärke auf der Haut versagen.
  • Hinzu kommen Nadeln in den verschiedensten Ausführungen. In Größe und Form unterscheiden Sie sich, genauso wie in ihrer Qualität. Eine schmale Nadel für das Lining (die Umrandung) sollte also nicht für das Colorieren (Ausmalen) und schon gar nicht für das Schattieren verwendet werden.
  • Ebenso sollte bei den Farben darauf geachtet werden, dass sie auch in Deutschland zugelassen sind, um Erkrankungen bei dem Kunden zu vermeiden. Neben Nadeln, Maschine und Farben ist Hygiene das A und O.
  • Die Haut muss vor Beginn der eigentlichen Arbeit desinfiziert werden und der Arbeitsplatz muss immer sauber gehalten werden. Auch dieser muss nach und vor jeder Sitzung desinfiziert werden, sowie die Maschine und alles, was bei der vorherigen Sitzung mit dem Kunden in Kontakt gekommen sein könnte.
  • Einweghandschuhe sind zwingend notwendig. 

Tätowieren lernen

Um eine erfolgreiche Tätowierung anzufertigen, sollte im Vorhinein einiges zum Thema "Tätowieren lernen" beachtet werden:

  1. Vor dem Termin muss eine Skizze angefertigt werden und diese sollte mit Matritzenpapier durchgezeichnet werden. Diese kann dann mit Abzugsflüssigkeit nach dem Desinfizieren und Rasieren der Haut aufgeklebt werden.
  2. Die Maschine muss eingestellt werden. Eine schlecht eingestellte Maschine erzielt keine Erfolge und kann die Haut sogar zerstören. Nadel sowie Maschinengummi sollten vorher schon in der Maschine angebracht sein.
  3. Ein Blatt Küchenrolle in die freie Hand nehmen und in die andere die Maschine. Die Maschine per Fußschalter starten und vorsichtig in die Farbe tunken. Dabei reicht nur ein kurzer Augenblick, aber man sollte den Tip nicht in die Farbe halten, da dieser sich sonst damit vollsaugt und die Farbe zu spritzen beginnt.
  4. Nun mit der Maschine auf der Haut ansetzen. Die Stichtiefe sollte immer beachtet werden, damit die Farbe auch in die richtige Hautschicht gelangt. 1,1 mm sind dafür ein guter Richtwert.
  5. Wichtig! Immer erst mit dem Lining beginnen und dies zuende führen. Denn wenn die Sitzung plötzlich beendet werden muss, sollte das Lining fertig sein. Das Motiv bekommt man so nicht wieder auf die Haut und die Arbeit wird erschwert.
  6. Dann kommt das Colorieren und Schattieren. Beim Colorieren immer darauf achten, von der dunkelsten zur hellsten Farbe zu füllen. Nadeln zwischen jeder Farbe immer wechseln, damit die Farbe sich nicht mit einer anderen vermischt.

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