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Was kan man gegen schwitzige Hände tun?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:46
Verstärktes oder krankhaftes Schwitzen, die sogenannte Hyperhidrose ist eine unangenehme Sache.

Verstärktes oder krankhaftes Schwitzen an Händen, Füßen und Achselhöhlen, die sogenannte Hyperhidrose, ist eine unangenehme Alltagserscheinung, die heute allerdings mit verschiedenen Therapien, je nach individueller Symptomatik, effektiv bekämpft werden kann. Bei der Hyperhidrose handelt es sich um eine Fehlkonstruktion des Sympaticusnervs, der aufgrund einer Überstimulierung starke Schweißausbrüche vor allem an Händen, Füßen und Achseln auslöst. Wodurch dieser Defekt hervorgerufen wird, ist bis heute noch nicht bekannt, Tatsache ist, daß nicht nur geringe körperliche Belastung sondern vor allem emotionale Reize die Schwitzattacken auslösen, was dann wiederum erneut zu Unwohlsein und Stress führt . Diese sogenannte primäre Hyperhidrose entsteht meist unabhängig von einer anderen Krankheit und verschwindet, wenn sie nicht behandelt wird , nicht wieder von allein. Von der sekundären Hyperhidrose dagegen spricht man, wenn z.B Hormonschwankungen in den Wechseljahren, Diabetes, oder auch Neurosen als auslösende Faktoren diagnostiziert werden können und das verstärkte Schwitzen nur ein Teilsymptom einer anderen Krankheit ist.

  • Voraussetzung ist allerdings - und daran kommt man nicht vorbei, der Gang zu einem qualifizierten Dermatologen, der in einer gründlichen Anamnese versuchen wird die möglichen Auslöser für diese Störung zu erkennen und spezifisch daraufhin zu therapieren.

  1. Bei leichten Fällen von schwitzigen Händen kann man es zunächst mit Salbei (als Tee und als Handbad) oder dem Einreiben der Hände mit Franzbranntwein oder Babypuder versuchen. 
  2. Handbäder in Basenpulver sind ebenfalls effektiv, wenn auch sehr langwierig, da die Hände mindestens 90 Minuten in der Lösung ruhen sollten. 
  3. Einen länger anhaltenden Effekt versprechen Antitranspirant- Cremes in verschiedenen Dosierungen, die mit Aluminiumchlorid (Achtung ! evtl. Hautreizungen und Allergien) angereichert werden und die die Kanäle der Schweißdrüsen zusammenziehen sollen, so daß der Schweiß nur noch in reduzierter Form austritt. 
  4. Bei primärer Hyperhidrose ist die ultimative und effektivste Therapie allerdings die Iontophorese (Heimgeräte ab € 400, oft übernimmt auch die Krankenkasse) , wobei die Hände oder Füße in wassergefüllte Schalen gelegt und mit Gleichstrom behandelt werden. 
  5. Dabei werden Ionen unter die Haut geschleust, die eine Verengung der Schweißdrüsenausgänge hervorrufen. 
  6. Die medikamentöse Alternative wäre der Einnahme von Anticholinergika, informieren Sie sich vorher bitte gründlich bei Ihrem Arzt über die Vor- und Nachteile.
  7. Eine operative Schweißdrüsenentfernung als letzter Schritt ist nur im Falle einer Entfernung der Achselschweißdrüsen vertretbar.
  8. Umfassende Aufklärung und Hilfe finden Sie im Internet unter folgender Webseite.

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