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Was muss man bei einem neuen Piercing beachten?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:42
Die Möglichkeiten den Körper mit einem Piercing zu verschönern sind vielfältig.
Piercings in der Zunge, der Augenbraun und dem Bauchnabel sind besonders beliebt, gefolgt von Piercings im Intimbereich.

Worauf man beim Piercen achten sollte: 

  • die Auswahl eines geeigneten Piercingsstudios
  • Beratung durch den Piercer
  • sauberes und desinfiziertes Besteck
  • Piercing aus Chirurgenstahl oder Titanium
  • Nachbehandlung mit Desinfektionsmittel


Welche Gefahren birgt das Piercen:

  • erhöhte Infektionsgefahr
  • Entzündungen
  • Abstoßung des Materials 
  • Vernarbung
  • Schäden an den Zähnen oder dem Zahnfleisch (bei Piercings im Mundbereich)

  1.  Nachdem man ein geeignetes Piercingstudio ausgewählt und dort einen Termin vereinbart hat, ist ein Beratungsgespräch mit dem Piercer unabdingbar. 
  2. Nach der Wahl des passenden Piercingschmucks in Form eines Ringes oder eines Steckers wird der Piercer zunächst die zu piercende Körperstelle desinfizieren, damit eine Infektion weitgehend vermieden werden kann. 
  3. Mit einer Oberflächenanästhesie, meist in Form eines Sprays, wird die Stelle kurzzeitig betäubt. Der Piercer markiert die Stelle und setzt eine Art Zange an, mit der er den Bereich fixiert. 
  4. Mit der Piercingnadel, die jeweils mit Plastik überzogen ist, sticht er nun in die vorgesehene Hautstelle oder der Zunge. Der dafür benötigte periphere Venenkatheter wird aus der Stichwunde entfernt, so dass durch den holen Plastiküberzug der Ring oder Stecker gezogen werden kann. 
  5. Nachdem der Plastiküberzug entfernt ist, werden meist Kugeln auf den Stecker geschraubt. Der eigentliche Vorgang des Piercens dauert nur wenige Minuten und ist, je nach eigenem schmerzlichem Empfinden, relativ schmerzfrei. Erst nach der Betäubung und der Nachbehandlung treten Schmerzen auf. Dabei spielt es eine Rolle, wo man sich das Piercing hat stechen lassen. 
  6. Der Heilungsprozess kann mehrere Monate andauern. Es gilt dabei zu beachten, das Piercing und den Wundkanal regelmäßig mit Desinfektionsmittel zu säubern. Das Desinfektionsmittel wird dabei mehrmals täglich auf ein Wattestäbchen gegeben und auf das Piercing gedrückt. 
  7. Bedingt durch die offene Wunde tritt zwar ein Wundschmerz auf, der allerdings nach wenigen Sekunden vorüber geht. Je öfter man desinfiziert, umso schneller die Wundheilung. Weiterhin sollte man darauf achten, dass jegliche Reibung mit Kleidung vermieden werden soll. Auch wenn das bedeutet, die ersten Hosenknöpfe geöffnet zu lassen (bei Bauchnabelpiercings). Bei einem Zungenpiercing genügt es, wenn man mehrmals täglich mit Mundwasser spült.
  8. Ist der Heilungsprozess abgeschlossen erfreut man sich sein Leben lang an dem schönen Körperschmuck. Wer schön sein will muss halt manchmal ein wenig leiden.

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