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Wie bekämpft man schlechten Körpergeruch?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:42
Jeder Mensch besitzt einen ganz eigenen, unverwechselbaren Körpergeruch...

Jeder Mensch besitzt einen ganz eigenen, unverwechselbaren Körpergeruch, der an sich nicht unangenehm ist, sich aber im Laufe eines Lebens verändert. Wer kennt es nicht: Man schaut in einen Kinderwagen und das Baby duftet einfach natürlich schön. Mit zunehmenden Lebensjahren und hinzukommenden hormonellen Veränderungen des Körpers oder auch Krankheiten können sich mitunter schlechte Körpergerüche einstellen, denen jedoch mit der richtigen Pflege entgegengesteuert werden kann. 
Jeder Mensch produziert, abhängig von der jeweiligen Situation, Schweiß, einer mehr, der andere weniger. Das ist völlig normal und für den Körper sogar notwendig, da über die Schweißproduktion auch die Körperwärme und wichtige Stoffwechselfunktionen reguliert werden, die Haut bleibt elastisch. Der frische Körperschweiß ist zunächst einmal geruchsneutral. Schlechte Gerüche bilden sich erst, wenn älterer Schweiß auf dem Körper und in der Kleidung antrocknet. Dieser perfekte Nährboden für Bakterien und Zersetzungsprozesse lässt bei erneutem Kontakt mit Schweiß die unangenehmsten Gerüche entstehen.

  1. Eine gründliche Körperpflege ist Grundsatz Nr. 1, um schlechten Körpergeruch zu bekämpfen. Dazu sind in erster Linie Wasser und Seife notwendig und für die Kopfhaut spezielle Shampoos. Für empfindliche Haut empfehlen sich parfümfreie Seifen, Duschbäder oder Reinigungslotionen. 
  2. Um übermäßigem Achselschweißgeruch und Körpergeruch entgegenzuwirken, verwendet man nach der Reinigung ein Antitranspirant oder ein Deodorant, entweder in Spray- oder Gelform oder als Roll-On-Stick, bei empfindlicher Haut ohne Zusätze von Alkohol oder Parfüm. 
  3. Zur Behandlung exzessiver Transpiration im Bereich der Achseln, der Hände, der Füße oder auch dem Gesicht ist ein Antitranspirant sinnvoll, da dieses der Schweißbildung entgegenwirkt. 
  4. Ein Deodorant verhindert die Schweißbildung nicht, sorgt aber dafür, dass unangenehme Gerüche auch beim Schwitzen nicht entstehen. Für Menschen mit übermäßiger Schweißproduktion (Hyperhidrose) gibt es von Fachärzten entwickelte Deodorants mit spezieller Wirkstoffformel. Duftendes Körperpuder sorgt ebenfalls für anhaltende Frische nach der Körperpflege. 
  5. Einige Menschen sind der Ansicht, durch Parfüm lassen sich schlechte Körpergerüche übertünchen. Das ist ein großer Irrglaube - mitunter wird der Eigengeruch sogar noch verstärkt. Parfüm ist als i-Tüpfelchen einer guten Körperpflege anzusehen und wird nur auf sauberer, schweißfreier Haut seine individuelle Duftkomposition entfalten. 
  6. Äußerst unangenehm ist Mundgeruch. Dieser lässt sich nur durch eine gründliche Mundhygiene bekämpfen. Zahnpasta, Mundwasser und Zahnseide gehören deshalb zur Grundausstattung der Pflegeprodukte. Da schlechte Gerüche und Krankheiten im Mund vorwiegend durch Karies oder Parodontose entstehen, ist der regelmäßige Gang zum Zahnarzt unentbehrlich. 
  7. Auch Schweißfüße bilden einen sehr unangenehmen Geruch und erfordern eine penible Pflege mit speziellen Fußpflegeprodukten und Schuheinlagen.
  8. Der einfachste Weg, schlechten Körpergeruch zu bekämpfen ist, sich täglich zu waschen, zu duschen oder zu baden, zu deodorieren sowie seine Kleidung zu wechseln. Wem die tägliche Körperpflege mit Wasser, Seife und Deo nicht ausreichend erscheint, kann auf Anti-Geruchstabletten zurückgreifen. Hergestellt aus natürlichen Inhaltsstoffen, bekämpfen diese Körpergeruch von innen heraus. 
  9. Optisch sehr störend sind für Menschen, die stark schwitzen, Schweißflecke in der Kleidung, vor allem im Bereich der Achseln. Abhilfe können hier kleine Polster schaffen, die als Einlagen in die Kleidung eingebracht werden. 
  10. Erwähnt werden sollte auch, dass der Genuss von Alkohol und Nikotin neben gesundheitlichen Beeinträchtigungen ebenfalls zu schlechten Körpergerüchen führt, deshalb ist ein Verzicht auch lohnend hinsichtlich eines guten Körpergeruchs.

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