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Wie blondiert man Haare?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:48
Blonde Menschen galten schon im alten Rom als besonders begehrenswert.

Von Paris Hilton, über Madonna bis zu Cameron Diaz – die Liste der blonden Promi-Frauen lässt sich unendlich lange weiter führen. Das hat einen guten Grund: Blond ist und bleibt eine Trendfarbe. Blonden Menschen wird zwar zuweilen etwas Naivität nachgesagt, dennoch ergeben zahlreiche Umfragen, dass die Männerwelt von blonden Frauen träumt. Geschichtsberichte besagen, dass blonde Menschen bereits im antiken Rom als besonders begehrenswert galten. Zudem gilt Blond als aussehensverjüngend, da dunkle Haarfarben oft Augenringe und Fältchen betonen und rotes Haar Hautunreinheiten. 

Somit steht fest: Blond ist eine dem Aussehen schmeichelnde und in der Männerwelt begehrte Haarfarbe. Wie geht man nun vor, wenn man sich die blonde Pracht zu Hause im selbsternannten Frisiersalon verpassen möchte?

Bitte beachten

  • Ein zu rötliches Blond (kupferfarben) sieht als Resultat unschön aus und kann durch die Beimengung eines Asch-Tones vermieden werden. Ähnlich verhält es sich mit grünstichigen Blond-Ergebnissen: diese Gefahr besteht, wenn zu viel der Asch- bzw. Natur-Töne beigemengt wurde. 
  • Ein Fauxpas des Blondfärbens ist der hellere Haaransatz im Gegensatz zu den Haarlängen. Aus diesem Grund wird erst nach einer gewissen Einwirkzeit (ca. 1/3) der Haaransatz mitgefärbt. 
  • Beim Nachfärben des Haaransatzes darf die Blondierung niemals länger einwirken um diesem unschönen Ergebnis vorzubeugen!
  • Passend zum Thema: Haare mit Hausmitteln aufhellen

Dinge die benötigt werden

  • Beim ersten Selbst-Blondieren der Haare sollte zu hochwertigen Frisörbedarf-Produkten gegriffen werden. Sie sind lediglich geringfügig teurer als herkömmliche Supermarkt- und Drogerieware, weisen aber wesentlich mehr Qualität auf. 
  • Während des Kaufes in einem Frisörbedarf-Fachhandel kann und soll man sich vor Ort in der Farb- und Wasserstoffperoxid-Wahl (Oxidationsmittel) beraten lassen. 
  • Der Melaningehalt des eigenen Haares bestimmt die Farbe und je nach Haarfarbe und Haarstärke muss auch die Blondierfarbe sowie der Wasserstoff gewählt werden. Häufig müssen zum Blondieren ein Blond- und ein Asch-Ton gemischt werden. 
  • Zumeist muss beim ersten Färben ein höherprozentiger Wasserstoff herangezogen werden (z.B. 9%) und kann später reduziert werden. 
  • Weiteres Zubehör, welches man zur Durchführung einer Blondierung benötigt: Die Farbe(n), den Wasserstoff, einen Pinsel zum Auftragen, Handschuhe, Abdeckung für den Arbeitsplatz und die Kleidung, ein Schälchen zum Vermengen von Farbe und Wasserstoff, einen Messbecher zum Abmessen der gewünschten Menge und Tücher zum Reinigen, falls Farbe entfernt werden soll (was nahezu immer der Fall ist, z.B. von den Ohren!).

Haare blondieren

  1. Bevor man mit der Haarfarbe beginnt empfiehlt es sich, im jeweiligen Färberaum (meistens das Badezimmer) alle Flächen, welche in den Färbeprozess integriert sind, abzudecken. Blondierfarbe kann unschöne Flecken auf Flächen und Badezimmerteppichen hinterlassen. 
  2. Bevor die Färbeaktion beginnt, muss Kleidung gewählt werden, welche verzichtbar ist, da davon ausgegangen werden sollte, dass das ausgewählte Kleidungsstück die neue Haarfarbe nicht ohne Färbe-Flecken überstehen wird. 
  3. Wer beim Auftragen von Farbe unsicher ist, sollte dabei Handschuhe tragen, da die Blondierfarbe zu Reaktionen auf der Haut führen kann.
  4.  Beim Blondieren ist es wichtig seinen Hinterkopf ausreichend im Auge zu behalten, sonst können Haarstellen Farb-frei bleiben. 
  5. Tipp: mit einem Alibert, einem Wandspiegel gegenüber und einer zusätzlichen Steh- oder Tischlampe kann dieser Effekt erreicht werden. (Je nachdem welche Seite des Hinterkopfes gefärbt werden soll, muss der Spiegel von der Wand seitlich weggekippt werden und im Alibert ist der Hinterkopf schräg zu sehen). 
  6. Nachdem das gesamte benötigte Zubehör in Reichweite und heikle Flächen sowie Kleindungsstücke abgedeckt sind, kann der Färbeprozess beginnen: mit 2/3 der Haarfarbe werden zuerst die Längen eingestrichen, wobei man mit den Längen des Hinterkopfes beginnt (hier tritt der zuvor aufgestellte Spiegel in Aktion). 
  7. Das Haar ist am Hinterkopf zumeist dicker und voller als auf den Seiten des Kopfes und benötigt somit eine längere Einwirkzeit. 
  8. Die Länge der Einwirkzeit hängt von der ursprünglichen Haarfarbe und dem gewünschten Ergebnis ab. Nach einer gewissen Einwirkzeit (hängt von der Gesamteinwirkzeit des Blondtones ab, ca. 1/3 der Gesamtzeit) muss der Haaransatz eingestrichen werden. 
  9. Abschließend muss die Farbe so lange einwirken, bis das gewünschte Endergebnis erzielt ist (hierfür kann zwischenzeitlich an einer Stelle die Farbe kontrolliert werden. Sollte es noch zu früh sein um die Farbe auszuspülen, muss diese Stelle erneut eingestrichen werden). 
  10. Um den Haarton in seiner Natürlichkeit zu unterstreichen, kann die Farbe für ca. 1-3 Minuten auf die Augebrauen gestrichen werden, um diese an das Gesamtbild anzupassen. 
  11. Doch Vorsicht: Auf keinen Fall darf an dieser Stelle die Haarfarbe länger verweilen, da Augenbrauenhaar sehr dünn ist und sonst viel zu hell ausbleicht. Acht gegeben werden sollte auch darauf, dass die Farbe nicht in das Auge oder Gesicht tropft. 
  12. Unter Zuführung von Wärme (z.B. durch Föhnhaube) kann die Einwirkzeit reduziert werden (bis zu halbiert), dies empfiehlt sich jedoch keinesfalls, bevor das Ergebnis der Farbe ohne Wärmezufuhr bekannt ist. 
  13. Nach der gewünschten Einwirkzeit muss die Farbe sanft und gründlich ausgespült werden. Eine reichhaltige Haarkur im Anschluss sorgt für Revitalisierung des Haares. 

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