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Wie funktioniert eine richtige Mundhygiene?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:42
Richtige Mundhygiene dient der Gesunderhaltung der Zähne und des Zahnfleisches.

Richtige Mundhygiene dient der Gesunderhaltung der Zähne und des Zahnfleisches, um Zahnbelag, Zahnstein, Karies und Parodontitis (Zahnfleischerkrankung) zu vermeiden. 
Zur regelmäßigen häuslichen Mundhygiene werden jährlich zwei Zahnarztbesuche mit professioneller Zahnreinigung empfohlen. Mundhygiene beginnt bereits im Kleinkindalter mit Durchbrechen des ersten Zahnes.

  • Zahnärzte empfehlen das Zähneputzen nach jeder Hauptmahlzeit und nach zuckerhaltigen Zwischenmahlzeiten.
  • Abends vor dem Zubettgehen sollte eine extra gründliche Zahnreinigung vorgenommen werden.

  • eine Kurzkopf-Zahnbürste mit abgerundeten weichen bis mittelharten Borsten bzw. eine elektrische oder Schallzahnbürste
  • Zahncreme mit Fluoridzusatz
  • ungewachste Zahnseide
  • Zungenschaber und eine Mundspüllösung.

  1. Die Mundhygiene beginnt mit der eigentlichen Zahnreinigung, für die es verschiedene Methoden gibt. Bei der Vibrationstechnik nach Bass wird die Zahnbürste im 45°-Winkel angesetzt und Zähne und Zahnfleisch mit leichten Vibrationensbewegungen gereinigt. Das Zahnfleisch erhält dadurch gleichzeitig eine leichte Massage, was die Durchblutung verbessert. Bei der vertikalen Rot-Weiß-Technik wird die Zahnbürste am Zahnfleischrand angesetzt und zum Zahn hin abgerollt. 
  2. Elektrische Zahnbürsten nehmen viele Bewegungen der richtigen Putztechnik ab und sorgen für eine gründliche Zahnreinigung. Bei den Schallzahnbürsten schwingt der Bürstenkopf ca. zehnmal schneller als bei einer herkömmlichen elektrischen Zahnbürste. Damit gelangt der Zahnpastaschaum auch in unzugängliche Zwischenräume, was eine deutlich gründlichere Entfernung von Plaque und Bakterien bewirkt. Die richtige Zahnreinigung kann anschließend mit Färbetabletten kontrolliert werden. Ganz wichtig ist die gründliche Zahnreinigung bei festsitzenden kieferorthopädischen Geräten. 
  3. Zahnbürsten bzw. die Bürstenköpfe sind spätestens nach zwei Monaten auszutauschen, um eine Keimbildung in den Borsten zu vermeiden. Aus dem gleichen Grund ist auch ein gründliches Ausspülen der Zahnbürste nach der Benutzung erforderlich.
  4. Zahnpasten entfernen den Zahnbelag (Plaque). Für eine schonende Zahnreinigung sind Zahnpasten mit einem niedrigen RDA-Wert zu bevorzugen, da diese weniger abrasive “Schmirgelstoffe” enthalten, die den Zahnschmelz auf Dauer schädigen könnten. Als Kariesschutz sind zahlreiche Zahnpasta-Sorten mit Fluoriden angereichert. Zahnpasten mit Bleichmitteln dagegen hellen nur kurzfristig die Zähne auf, langfristig jedoch schädigen sie den Zahnschmelz.
  5. Mit der Zahnseide werden anschließend die Zahnzwischenräume gesäubert. Für Träger von kieferorthopädischen Geräten empfehlen sich zur gründlichen Zahnreinigung zusätzlich schmale Dentalbürstchen, die auch hinter den Draht gelangen, der an den Brackets befestigt ist. 
  6. Anschließend wird die Zunge mit einem Zungenschaber gesäubert. Auf der zerklüfteten Zungenoberfläche siedeln sich viele Bakterien an, die oftmals der Grund für Mundgeruch sind. Mit dem Zungenschaber wird die Zunge von hinten nach vorn abgestreift.
  7. Zum Abschluss wird der Mund mit einem antibakteriellen Mundwasser ausgespült, das auch eine schnelle Neubildung von Plaque wirksam verhindert.
  8. Mit einer früh und abends durchgeführten gründlichen Reinigung der Zähne und der Mundhöhle wird eine optimale Mundhygiene erreicht.

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