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Wie pflegt man ein Tattoo? - Hinweise und Tipps

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:28
Ein frischgestochenes Tattoo muss sorgfältig gepflegt werden um Entzündungen und Narbenbildung zu vermeiden.

Ein frischgestochenes Tattoo muss sorgfältig gepflegt werden um Entzündungen und Narbenbildung zu vermeiden. Nur durch ausreichende Pflege kann das Motiv problemlos verheilen und seine Farbe optimal bewahren. Bei mangelhafter Pflege kann es sein, dass die Farbe Schaden davon trägt und das Motiv daher nachgestochen werden muss - im schlimmsten Fall entzündet sich das Tattoo. Ein frischgestochenes Bild kann als eine Art Wunde gesehen werden, die heilt. Dementsprechend gestaltet sich auch die Pflege.

Bitte beachten

  • Mit einem frischgestochenen Motiv sollte man für die nächsten vier Wochen lieber auf Vollbäder und das Schwimmbad verzichten.
  • Einerseits könnten andernfalls Bakterien in die Haut eindringen und andererseits droht die Haut durch Wasser zu "quellen". Ein Aufquellen der Haut kann die Qualität der Farben beeinträchtigen.
  • Direkte Sonneneinstrahlung und das Solarium sollten für etwa sechs bis acht Wochen komplett gemieden werden - sie stören den Wundheilungsprozess.
  • Es ist übrigens normal, dass sich im Verlauf der Heilung Farbe aus der Haut löst - dies ist kein Anlass zur Sorge sondern ein Zeichen dafür, dass die Wunde heilt.
  • Aus diesem Grund vereinbaren seriöse Tätowierer etwa vier Wochen nach dem Stechen einen Kontrolltermin.
  • Das Bild wird dann noch einmal nachgestochen falls durch den Heilungsprozess zuviel Farbe verloren gegangen sein sollte.

Dinge die benötigt werden

  • Unbedingt notwendig ist eine Wundheilsalbe - hiervon gibt es verschiedene rezeptfreie Varianten in der Apotheke.
  • Der Kostenfaktor liegt, je nach Hersteller und Menge, bei um die 5-20€uro.
  • Empfehlenswert ist eine Creme die Panthenol enthält - Panthenol unterstützt den Wundheilungsprozess.

Hinweise und Tipps zur Tattoo Pflege

Am Tag des Stechens

  • Nachdem das Motiv gestochen wurde, cremen die meisten Tätowierer das Motiv dünn ein und wickeln eine Frischhaltefolie um die betroffene Stelle. Die Frischhaltefolie kann zu Hause abgenommen werden. Dann muss das Tattoo vorsichtig mit lauwarmen Wasser gewaschen werden - hierbei sollte man keinesfalls zu fest "schrubbeln". Das Motiv darf auf keinen Fall mit einem Handtuch getrocknet werden (die Fasern des Stoffes könnten sich in die Wunde absetzen). Besser ist es Zellophantücher, also zum Beispiel Küchenrolle, zu verwenden. Beim Abtrocknen niemals über das Tattoo reiben sondern immer nur vorsichtig tupfen.
  • Anschließend wird das Bild wieder dünn eingecremt. Es ist empfehlenswert nicht zuviel Creme zu verwenden - es sollte keine weiße Schicht von der Creme zu sehen sein. Sonst besteht die Gefahr, dass die Haut verlernt eigene Feuchtigkeit zu produzieren und die betroffene Hautstelle später ausgetrocknet ist.
  • In der ersten Nacht sollte wieder eine Folie über die frische Wunde angebracht werden - vor allem größere Bilder werden Wundwasser abgeben.


In den kommenden Tagen

  • Das Tattoo muss für mindestens zwei, besser drei Wochen, etwa dreimal am Tag mit der Wundheilsalbe eingecremt werden.
  • Die Folie braucht man tagsüber nicht - an der frischen Luft heilt ein Tattoo am besten. Auch in der Nacht sollte sobald wie möglich auf die Folie verzichtet werden.
    Wenn sich die Haut glatter anfühlt (ein frischgestochenes Bild fühlt sich wie eine Schürfwunde an) kann man das Cremen zurückfahren und schließlich ganz einstellen.
  • Nach der Ausheilung muss das Bild nicht weiter gecremt werden - es kann dann wie ganz normale Haut behandelt werden.

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