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Wie verstärkt man das Entspannungsempfinden bei einer Massage?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:46
Die Massage ist eines der ältesten Heilmittel, die wir kennen.
Ihren Ursprung hat sie aller Wahrscheinlichkeit nach in Asien. Die ersten Erwähnungen finden sich in der traditionellen chinesischen Medizin. In der heutigen Schulmedizin wird die Massage vor allem zur Lockerung der verspannten Muskulatur und zur Linderung der daraus resultierenden Schmerzen eingesetzt. 
Besonders die durchblutungsfördernde Wirkung des Massierens entspannt. Aber Achtung: eine fundierte und medizinisch notwendige Behandlung muss unbedingt durch eine Fachkraft durchgeführt werden. Falsche Handgriffe können mehr kaputt machen als sie nützen.

Die wichtigsten Regeln für eine Heimmassage sind:

  • Nicht zu fest „kneten“. Verspannungen löst man am besten mit sanften Händen.
  • Eine Massage darf auf keinen Fall schmerzen und schon gar keine blauen Flecken hinterlassen. 
  • Man darf niemals Knochen massieren, denn das kann zu schweren Folgeschäden führen.
  • Die Wirbelsäule ist absolut tabu!
  • Das Öl nie zu nah an die Kerzen bringen.

Gegen eine genussvolle Heimmassage spricht aber nichts. Man kann ohne großen Aufwand starten. Für den Anfang kann man auf eine bequeme Sitz- oder Liegegelegenheit. zurückgreifen. Die Anschaffung eines Massagestuhls oder einer Liege lohnt sich für eine Gelegenheitsmassage aufgrund der Kosten nicht. Weitere Accessoires können sein:

  • Igelbälle
  • Massagestäbe
  • Massagesroller
  • weiche Bürsten
  • Massagehandschuhe, z.B. aus Sisal
  • hochwertige Öle
  • Kerzen, evtl. mit Duft
  • beruhigende Musik

Wenn man diese Punkte beachtet, steht einer wohlgefälligen Massage nichts im Wege. Hier eine kurze Anleitung:

  1. Um ein Höchstmaß an Entspannung zu erreichen, sollte die Umgebung stimmig sein. Duftkerzen und leise Musik sorgen für ein angenehmes Umfeld. 
  2. Der Raum sollte perfekt temperiert sein, damit niemand friert. 
  3. Essentiell ist auch, dass das Öl vorgewärmt ist. Ein Öl auf der Basis von Arnika wirkt sehr anregend, Calendula beruhigt die Haut. In der Aromatherapie werden für verschiedene Zwecke die entsprechenden Düfte eingesetzt. Hierzu werden dem Grundöl einige Tropfen eines passenden ätherischen Öls beigefügt. Lavendel und Bergamotte dienen beispielsweise der Entspannung, Vanille sowie Ylang Ylang gelten als Aphrodisiaka. Unbedingt darauf zu achten, dass es sich wirklich um reine ätherische Öle und nicht um einfache Duftöle handelt. 
  4. Das Öl zwischen den warmen Fingern verteilen, nie direkt auf die nackte Haut geben. Die richtige Menge kann man mit zunehmender Erfahrung immer leichter einschätzen. 
  5. Zuerst den Rücken (oder andere Partien) sanft einölen. Wenn die Haut mit einem leichten Ölfilm bedeckt ist, kann ein leichter Druck in kreisenden Bewegungen ausgeübt werden. Der zu massierende Partner sollte ein Signal geben, ob die Berührung angenehm ist. Für ein optimales Ergebnis ist ein Austausch über das Wohlgefühl unabdingbar. An dieser Stelle kommt je nach Gefallen auch das Zubehör ins Spiel. 
  6. Auf professioneller Ebene gelten 20 – 30 Minuten als ideale Zeit. Daran kann man sich im privaten Bereich gut orientieren. 
  7. Zum Abschluss der Massage wird der Rücken von oben nach unten behutsam ohne Druck ausgestrichen. Danach kommen die Handtücher zum Einsatz: Sie sind vorzüglich zum Warmhalten geeignet. 
  8. Zum perfekten Ausklang ist ein schönes Glas Wein oder ein heißer Tee bestens geeignet.

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