Foto: Shutterstock.com / Oft können ganz banale Dinge als perfekte Tattoo-Vorlage dienen.

Wie wähle ich die richtige Tattoovorlage aus?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:29
Sich ein Tattoo stechen zu lassen ist so gut wie immer eine Entscheidung für's Leben.

Sich ein Tattoo stechen zu lassen ist oft eine Entscheidung fürs Leben, die sorgfältig getroffen sein will. Neben Fragen wie: Wird es wehtun? Was sagt mein Chef dazu? - und - Finde ich ein gutes Tattoostudio? - ist auch eine gründliche Überlegung des Motivs zu empfehlen. Nicht immer ist es die beste Entscheidung einem Trend nachzueifern (Stichwort Arschgeweih) oder sich schon nach einer Woche Beziehung Gesicht oder Namen des Liebsten unter die Haut stechen zu lassen. Das Weglasern von Tattoos ist eine langwierige und schmerzhafte Prozedur, auf die man es lieber nicht ankommen lassen sollte.

Erste Überlegungen für das Motiv

Um überhaupt eine grobe Übersicht zu bekommen, welche Motive zur Debatte stehen, ist es von Vorteil, sich zu folgenden Punkten Notizen zu machen:

  • Wünsche und Träume
  • geliebte Dinge oder Personen
  • eigene Stärken
  • Inspirationen
  • ausgesprochen schöne, eindrückliche Erfahrungen
  • was man sein möchte
  • was einen ausmacht
  • Symbole, zu denen eine besondere Verbindung besteht

Fakten zur Wahl und Platzierung des richtigen Motivs

Individualität und Selbstdarstellung:
Tattoos können etwas sehr individuelles und Ausdruck des eigenen Selbst sein. Einige Tätowierer besitzen Mappen mit Motiven, die in gleicher Form, aber unterschiedlicher Größe tätowiert werden können. Das erleichtert zwar die Auswahl von Motiven, allerdings sollte man sich auch sicher sein, dass das gleiche Motiv auch andere Menschen besitzen werden. Dadurch geht die Individualität in gewissem Maße verloren. Professionelle Tätowierer sehen ihre Arbeit als Kunst und werden mit den Ideen ihrer Kunden eigene, ganz persönliche Unikate erschaffen. 

Stil des Tattoo-Artists:
Auch spielt der Stil des Tätowierers für die Umsetzung des Motivs eine entscheidende Rolle. Zu den populärsten Stilen gehören unter anderem Blackwork, Traditional, Fineline oder Realistic. Der Stil Blackwork verwendet, wie der Name schon sagt, ausschließlich Grau- und Schwarztöne. Der Traditionalstil kennzeichnet sich durch starke, schwarze Konturen, dunkle Schattierungen und eine helle Farbgebung. Tätowierer, die sich dem Fineline verschrieben haben, machen sich schwierige Linienführungen und viele Details zu eigen. Realistic-Tätowierer versuchen, wie dem Namen zu entnehmen ist, fotorealistisch zu stechen, hierbei eignen sich insbesondere Naturszenen und Porträts. 

Ist man sich über das Motiv und die zu tätowierende Stilrichtung im Klaren, gilt es folgende Schritte zu befolgen:

  1. Absprache mit dem Tätowierer über das Motiv (am besten mit Bildbeispielen).
  2. Einigkeit über die Größe des Tattoos - je kleiner und detaillierter es gestochen ist, desto mehr verschwimmt es mit der Zeit. Ist es allerdings zu groß, bleibt kaum Platz für andere Motive.
  3. Platzierung ist entscheidend. Um Probleme am Arbeitsplatz zu vermeiden, sind Körperstellen empfehlenswert, die sich mit Kleidung abdecken lassen. Auch Stellen, an denen die Haut stark gedehnt werden kann, sind zu vermeiden, da dies das Tattoo potentiell schädigt und man von seinem Motiv nicht mehr viel hat.
  4. Soll das Tattoo später mit weiteren Motiven kombiniert werden? In diesem Fall kann es hilfreich sein, die Komposition schon von Anfang an zu planen, um das Phänomen des "Flickenteppichs" zu verhindern.

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