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Letztes Update am 11.03.2015, 14:13
Für den perfekten Skiurlaub braucht es heute um einiges mehr als „nur“ vielfältige, anspruchsvolle und gut präparierte Pisten. Winterurlauber bleiben kürzer und erwarten sich Abwechslung und Entspannung. Der Großteil der Hotelbetreiber bietet daher bereits Sportkurse, Saunalandschaften, Wellness, Kulinarik und Party an.

Rund 32 Millionen Euro haben in- und ausländische Urlauber laut Statistik Austria im Jahr 2013 in Österreich ausgegeben. Ein großer Teil davon entfällt auf den Wintertourismus, der langsam aber sicher immer vielfältiger wird.

 

Der Klimawandel hat auch den alpinen Raum erreicht, vor allem in tieferen Lagen wird der natürliche Schneefall immer seltener. Nicht nur deshalb bieten Wintertourismusgebiete auch alternative Tätigkeiten für die Skiurlauber.

Veränderte Einstellung

Früh aufstehen, als erster beim Skilift sein und die Piste gleich nach der Präparation hinunter flitzen. Früher war Winterlaub gleichbeutend mit Skifahren von früh bis spät, Pausen galten gar als pure Zeitverschwendung. Wie die Trends der Tourismusbranche zeigen, hat sich das Verständnis und der Anspruch der Urlauber aber stark verändert: Wer heute freie Tage im Schnee plant, will nicht bloßen Ski-, sondern Winterurlaub machen, will Kälte, Schnee und die Bergwelt unmittelbar erleben – Party und Wellness nicht ausgeschlossen. Die Konsequenz daraus: „Bergorte, Skidörfer, Tourismusverbände bieten heutzutage viel mehr im Winter an“, sagt Andreas König vom Deutschen Skiverband und somit Vertreter jenes Landes, aus dem die meisten ausländischen Skiurlauber hierzulande stammen.

Erweiterte Angebote

Auch Reiseunternehmen spüren den Wandel zum vielfältigen Winterurlaub. „Dazu zählen Outdoor-Aktivitäten wie Schneeschuhwandern oder mit dem Hunde- oder Pferdeschlitten fahren. Wellness und gutes Essen in den Hotels spielen ebenfalls eine stärkere Rolle“, weiß Nina Kreke, Sprecherin bei Thomas Cook. Auch der Reiseveranstalter TUI betont die steigende Nachfrage nach All-inclusive im Winter, denn viele Urlauber wollen nicht mehr den ganzen Tag auf der Piste verbringen und wünschen sich daher eine Vollverpflegung im Hotel. Nach der körperlichen Anstrengung sind für die Wintersportler erholsame Alternativen wie Wellness, Sauna und Massagen besonders interessant. Damit sich die Gäste auch im Fitnessstudio, im gemeinsamen Sportkurs oder beim Rundenziehen im Hallenbad auspowern können, erweitern daher immer mehr Hotels ihre Angebote.

 

Von der Piste in die finnische Sauna, von der eisigen Kälte in die angenehme Wärme – die Philosophie hinter dem Winterurlaub hat sich eindeutig gewandelt. Zwar hat sich die Aufenthaltsdauer des Skiurlaubes im Schnitt verkürzt, die Ansprüche an das persönliche Erlebnis im Schnee haben sich aber eindeutig gesteigert.

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