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Ablaufdatum auf Lebensmitteln – was hat es damit auf sich?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:03
Wann sind abgelaufene Lebensmittel gesundheitsgefährdend?

Immer mehr Lebensmittel landen - aktuellen Untersuchungen zufolge - im Müll. Dies ist sogar dann der Fall, wenn nur geringfügige Flecken oder dunkle Stellen auf Obst, Gemüse und Co. festzustellen sind. Ähnlich verhält es sich mit dem Ablauf- bzw. dem Mindesthaltbarkeitsdatum: viele Verbraucher werfen ihre Produkte bereits zum Ablauftermin in den Container. Ein echter Schlag ins Gesicht für alle hungernden Menschen auf dieser Welt. Denn Expertenmeinungen zufolge sind sage und schreibe mehr als 75 Prozent der weggeworfenen Lebensmittel durchaus noch zum Verzehr bzw. zur Weiterverarbeitung geeignet. Und zwar ohne gesundheitliche Probleme auszulösen. Fakt also ist, dass ein Umdenken in unserer Gesellschaft unbedingt erforderlich ist! So wissen viele Verbraucher hierzulande nicht einmal, was es mit dem Ablaufdatum überhaupt auf sich hat.

  • Lebensmittel in Konservendosen eignet sich in der Regel selbst noch ein halbes Jahr nach dem angegebenen Ablaufdatum zum Verzehr. Allerdings gilt es im Vorfeld unbedingt zu prüfen, ob die besagte Dose auch tatsächlich luftdicht verschlossen und unversehrt ist.
  • Gekühlte Lebensmittel, zum Beispiel Milch- oder Quarkprodukte können durchaus noch bis zu drei Tage nach dem angegebenen Ablaufdatum gegessen werden. Wenn die Konsistenz des entsprechenden Produktes sowie das Aussehen und der Geruch nicht zu wünschen übrig lassen, steht einem genussvollen Verzehr nichts im Wege.
  • Eine wesentliche Ausnahme in diesem Zusammenhang stellt jedoch Hackfleisch und ähnliche Erzeugnisse dar. Diese sollten spätestens am Tag des Ablaufdatums verspeist bzw. verarbeitet werden, denn schlimmstenfalls ist mit Erkrankungen durch Bakterien- oder Salmonellenbefall et cetera zu rechnen.

Das Ablaufdatum gibt an, wie lange eine Genussgarantie von Seiten des Herstellers eines bestimmten Produktes gegeben wird. Allerdings ist in diesem Zusammenhang bei den meisten Erzeugnissen sehr wohl noch eine (hohe) Toleranzgrenze gegeben. Um zu ermessen, ob ein Lebensmittel noch zum Verzehr geeignet ist, sind folgende Dinge unerlässlich:

  • ein ausgeprägter Geschmackssinn
  • ein gut funktionierender Geruchssinn
  • ein Blick für Frische und Qualität

  1. Wer sich nicht ganz sicher ist, ob ein Lebensmittel nach dem Verfalls- bzw. Ablaufdatum noch genießbar ist, sollte sich in erster Linie auf den eigenen Geruchs- und Geschmackssinn verlassen.
  2. Die optische Beschaffenheit des Produktes gibt darüber hinaus gleichwohl Aufschluss über die Qualität. Grundsätzlich gilt, dass in Sachen Lebensmittelverzehr ein Höchstmaß an Vorsicht und Sorgfalt gewährleistet sein sollte.
  3. Die Angabe des Ablaufdatums auf Verpackungen und Lebensmitteln stellt insgesamt nur einen Anhaltspunkt dar. Zudem dient es der Absicherung der Hersteller. Erkranken nämlich nach Ablauf des Verfallsdatums Verbraucher an einem bestimmten Lebensmittel, so ist der Hersteller auf der sicheren Seite: Er hat rechtzeitig darauf hingewiesen, dass das von ihm hergestellte Produkt nicht länger als bis zum genannten Datum genießbar ist.
  4. Selbst Verbraucherschützer raten in diesem Zusammenhang, im Hinblick auf die Berücksichtigung des Ablaufdatums eine gewisse Toleranz walten zu lassen, da in der Regel nicht mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu rechnen sei.

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