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Äpfel und Bananen Lagerung - Wie wird's gemacht?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:17
Äpfel und Bananen benötigen unterschiedliche Lagerbedingungen.

Äpfel und Bananen benötigen unterschiedliche Lagerbedingungen. Zunächst zu den Äpfeln. Äpfel verändern sich nach der Ernte, sie reifen nach und altern. Während der Nachreife werden Stärkereste zu Zucker abgebaut und Glucose in die süßere Fructose umgewandelt. Dadurch verbessern die Äpfel ihr Aroma und schmecken süßer. Doch mit zunehmender Lagerdauer sinkt der Vitamingehalt, die Frucht verliert an Feuchtigkeit, wird runzelig und mehlig. Das Fruchtfleisch färbt sich braun und der Apfel verdirbt.

Deshalb gilt:

  • Grüne Bananen, die nachreifen sollen, möglichst luftdicht zusammen mit Äpfeln (diese scheiden Ethylen aus) lagern.
  • Gelbe Bananen, die möglichst langsam weiter reifen sollen, luftig und getrennt von anderem Obst und Gemüse lagern.

Lagerung von Äpfel und Bananen

Der biologische Prozess lässt sich gezielt durch folgende Lagerbedingungen verlangsamen:

  • niedrige Temperatur, optimal sind 4 °C
  • hohe Luftfeuchtigkeit
  • gute Durchlüftung
  • dunkler Keller, frostsichere Garage oder kühler Dachboden
  • ohne Berührung nebeneinander liegende Früchte. 


Äpfel sollten möglichst nebeneinander gelagert werden:

  • Regalbretter und Obstkisten eignen sich gut, um Äpfel lagenweise zu stapeln, am besten mit Wellpappe zwischen den Lagen. Eine Folie über dem Apfelregal hält die Feuchtigkeit. Früchte mit Druckstellen, Fraßspuren von Insekten, braunen oder sogar schimmligen Stellen müssen aussortiert werden.
  • Bananen sind Temperaturempfindlicher als die meisten anderen Obstarten. Darüber hinaus haben sie ganz spezielle Eigenschaften bezüglich der Reifung. Der Reifeprozess von Bananen wird erheblich von zwei Faktoren bestimmt, die schon genannte Temperatur und der Ethylenkonzentration.
  • Prinzipiell gilt: je wärmer die Lagerung, desto schneller reifen die Bananen, je kühler, desto langsamer reifen sie. Bereits bei Temperaturen von unter 12 °C können Bananen Kälteschäden erleiden. Die Schale verfärbt sich dann gräulich. Das Fruchtfleisch wird davon zunächst kaum betroffen, nur der optische Eindruck leidet erheblich, nach einigen Stunden beginnt dann aber auch das Fruchtfleisch braun zu werden. Bei zuviel Wärme kann die Schale sogar platzen.
  • Ein weiterer Faktor bei Bananen ist das Ethylen. Ethylen ist ein pflanzlicher Katalysator, der bei vielen Obstarten für die Einleitung des Reifeprozesses verantwortlich ist. Ethylen kommt natürlicherweise in vielen Obstarten vor, und wird von einigen Obstarten, darunter Bananen, selbst produziert. Somit bringen reife Bananen sich selbst dazu noch schneller zu reifen. In unreifen Bananen fehlt das Ethylen!

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