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Letztes Update am 06.07.2015, 11:12
Morgendliche Rituale helfen uns, uns auf den kommenden Tag zu fokussieren.

Seele, seiner inneren Balance und dadurch nicht zuletzt auch seinem Körper etwas Gutes. Der Wecker läutet, man schafft den Schritt aus dem Bett und trotz kalter Dusche kann man sich so gar nicht auf den Tag und die kommenden Aufgaben einstellen. So geht es morgens wohl vielen. Mit bestimmten Ritualen soll der Einstieg in einen erfolgreichen Tag einfacher und gleichzeitig die innere Balance gestärkt werden.

Plan, Ruhe, Meditation

„So wie der Tag beginnt, wird er auch verlaufen", meint der Schweizer Zeitmanagement-Experte Ivan Blatter in seinem Blog. Gut in den Tag zu starten ist daher der Grundstein für einen positiven Verlauf. Morgenrituale können dabei hilfreich sein. Welches Ritual sich dabei am besten bewährt, hängt ganz vom jeweiligen Typen ab. Den Tag planen, Tagebuch schreiben und Ruhe genießen - dieses kurze Morgenritual im Umfang von 20 bis 30 Minuten beschreibt der Experte online. Das mittellange Ritual, das den Tag planen, Meditieren, Dehnübungen machen und ein ausgedehntes Frühstück umfasst, nimmt 30 bis 45 Minuten in Anspruch. Gute Nachrichten für alle, die sich morgens oft zu wenig Zeit für einen aufweckenden Kaffee nehmen. Am langen Morgenritual wird zusätzlich eine halbe Stunde Sport betrieben. „Es geht darum, auf den Tag zu blicken und ihn grob zu planen. Es werden Bereiche des eigenen Lebens berücksichtigt, die häufig eher etwas zu kurz kommen“, erklärt Blatter den Nutzen der kurzen Krafteinheiten.

Prominente Gewohnheiten

Dass Morgenrituale Seele und Körper stärken, wissen auch prominente Erfolgsmenschen: US-Präsident Barack Obama bekannte sich etwa im Magazin Newsweek dazu, eine Nachteule zu sein. Seinen Tag beginnt er daher mit Fitnesstraining, danach geht es zwischen 9 und 9:30 Uhr ins Büro. Auch Vogue-Chefredakteurin Anna Wintour startet sportlich mit einem Tennismatch in den Tag. Ganz im Zeichen der Ruhe steht der Morgen hingegen bei David Karp, Gründer der Blogplattform Tumblr: Er checkt ganz bewusst keine Emails. „Wenn jemand dringend meine Aufmerksamkeit braucht, dann wird diese Person mich anrufen oder antexten“, begründet er seinen stillen Morgen. American-Express-Chef Kenneth Chenault mag es ebenfalls ruhig und liest jeden Morgen eine Liste an Tagesvorhaben, die er am Abend zuvor angelegt hat. Aber auch das gute alte Zeitungslesen kann gemeinsam mit einer guten Tasse Kaffee oder Tee zu einem angenehmen, kräftigendem und vor allem nicht schweißtreibendem Ritual für jedermann werden.


Morgenrituale sind effektiv, stärken das Bewusstsein und sind leicht umzusetzen. Wer morgens schon mit fixen Strukturen beginnt, der wird die Aufgaben des Tages auch einfacher meistern.