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Das beliebteste Gemüse der Österreicher: Alles rund um die Paradeiser

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:36
Zwar finden wir dieses leckere Gemüse auch außerhalb seiner Saison als weitgereisten Import im Laden, doch schmeckt es als regionales Frischgemüse ...

Paradeiser können alles in der Küche und lassen sich deswegen in vielen Gerichten bestens einsetzen. Zwar finden wir dieses leckere Gemüse auch außerhalb seiner Saison als weitgereisten Import im Laden, doch schmeckt es als regionales Frischgemüse ungleich besser und wirkt gesünder.

 

Paradeiser sind das beliebteste Gemüse Österreichs. Mit ihren ganz unterschiedlichen Größen zwischen den anderthalb Zentimetern, der kleinen Cocktailtomate bis zu den sechs Zentimetern, der saftigen Strauchtomaten, dienen Paradiesäpfel zahllosen kulinarischen Zwecken. Genauso variabel zeigt sich das bekannte Farbspektrum vom tiefen, über das strahlende Rot bis zur dunkelorangen und fast gelben Farbe mancher reifen Sorten. Überdies fasziniert die Formen- und Fleischvielfalt unter den schmackhaften peruanischen Äpfeln. Hier wird zwischen Kirsch, Kugel-, Flaschen- und Fleischtomaten differenziert.

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Tomatentacheles

  • Paradeiserpflanzen zählen andere Nachtschattengewächse wie Tabak und Kartoffeln, zu ihren engen Verwandten.
  • Die Maya kultivierten das rote Gemüse bereits vor 2.200 Jahren.
  • Der Begriff „Tomate“ stammt vom „xitomatl“ der Azteken.
  • Noch vor 250 Jahren dienten Tomaten in Europa fast nur als Zierpflanzen.
  • Paradeiser präsentierten sich auf der Wiener Weltausstellung von 1873 als Besonderheit.
  • Peruanischer Apfel, Paradeiser, Paradeis- und Paradiesapfel, Gold- und Liebesapfel: Jene Synonyme sind zahlreich vorhanden und meinen stets die Tomate.
  • Reife Tomaten in Rosa, Violett, Schwarz sowie mit Streifen oder Marmorierung existieren wirklich.

Nur regionales Gemüse lohnt seinen Kauf

Gemüse aus lokalem Anbau rentiert sich immer. Mit seinem Kauf unterstützt man die Produzenten der eigenen Region. Außerdem belasten die kurzen Transportwege weniger stark die kostbare Natur und sparen Geld und Energie. Obendrein kommen österreichische Tomatenprodukte nach ihrer schnellen Beförderung als regionales Gemüse besonders frisch auf den Tisch, was unserer Gesundheit auch am besten nützt.

 

Mindestens ein halbes Jahr lang versorgt uns dazu die inländische Produktion von Mai bis Oktober mit bekömmlichen Tomatenvariationen. Regionale Paradeiserfrüchte lassen sich dann auch für ihren Verzehr in den restlichen Monaten einfrieren oder einkochen - allerdings nie als Ganzes, da sie dabei platzen und aufgetaut recht unansehnlich wirken. Stattdessen sollte man sie pürieren oder zerstückeln zum Einfrieren, wonach man sie kochen kann: Dadurch wird der Wassergehalt gemindert und Frostschäden werden eliminiert. Derart eingefroren eignen sich aufgetaute Tiefkühl-Tomaten bestens als Pizzabelag und Saucenbasis.

 

Wer partout auch außerhalb der Saison einmal ganze Paradiesäpfel verzehren will, kann natürlich teure Importe aus teils dubiosen Quellen nutzen. So gesund, frisch, wohlschmeckend und ansprechend, wie regionales Gemüse aus Österreich wirken sie natürlich nicht.

 

 

Gesundheit hat Geschmack

Besonders einige natürliche Zucker und Säuren, sowie flüchtige Aromen, tragen zum herb-würzigen Erlebnis eines prächtigen Paradiesapfels bei. Die betörende Verbindung aus feiner Süße und belebender Säure paart sich dabei mit dem knackigen Biss des festen Tomatenfleisches.

Außerdem sprechen gesunde Gründe für die schönen Goldäpfel. Ihre Inhaltsstoffe schützen uns nach einem üblen Sonnenbrand vor Hautkrebs und fangen zellschädigende Moleküle ein. Weiterhin enthalten Paradeiser gesundes Lycopin, das Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugt: Es senkt den Cholesteringehalt des Blutes und damit auch Risiken für Arteriosklerose.

 

Zusätzlich enthalten Tomaten ausnehmend viel Vitamin C und auch Kalium, das der Körper täglich benötigt. Obendrein füllen Paradeiser als besonders kalorienarmes Gemüse den Magen und unterstützen ein schonendes Abspecken. Dabei führen sie uns auch noch viel notwendiges Wasser zu.

 

 

Das Gemüse, das aus der Kälte kam

Als gesundes und wohlschmeckendes Gemüse verdienen Tomaten eine gute Behandlung. Man sollte sie deshalb nicht im Kühlschrank lagern, wo sie würzige Aromen verlieren. Stattdessen liebt Paradeiserfleisch etwas Schatten und Luft bei Raumtemperatur in einer Schale, wo sich die Strauchfrüchte eine Woche frisch halten lassen.

 

Noch nicht reife Tomatenfrüchte sollte man auf der Fensterbank und an anderen sonnigen Stellen nachreifen lassen. Keinesfalls sollte unreifes Tomatenfleisch verzehrt werden und ihr giftiges Solanin, das auch Einlegen und Einkochen übersteht, dadurch aufgenommen werden.

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