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Deutschlands Nationalgerichte - Die 3 bekanntesten?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:17
Deutschlands Küche ist weltweit bekannt. Doch welche Speisen sind Nationalgerichte?

Einige Gerichte des eigenen Landes als Nationalgericht festzulegen, ist relativ schwierig. Schließlich wissen wir von den vielen Unterschieden innerhalb unseres Landes. Die süddeutsche Küche werden wir niemals mit der norddeutschen vergleichen, die rheinische nicht mit der ostdeutschen Küche. Somit sollten wir selber nur von regionaler Küche reden – und den Begriff des Deutschen Nationalgerichts von Nicht-Deutschen prägen lassen. Wir reden ja auch einfach von der Pizza oder von den Nudeln als italienisches Nationalgericht, wohingegen die Italiener sich bestimmt nicht nur darauf festlegen lassen.

  • Hier werde ich Ihnen drei regionale Gerichte vorstellen, die das Zeug dazu haben, auch von außen als Nationalgericht gesehen zu werden.
  • Eins aus dem Süden, aus dem Norden und eines aus der Mitte.
  • Da ich nie und nimmer auch nur ansatzweise Allen gerecht werden kann, bitte ich die nichtgenannten Gebiete um Entschuldigung – und werde bestimmt auch bald deren Rezepte hier veröffentlichen.

1. Eisbein mit Sauerkraut und Kartoffel-Erbsenstampf

  • ca. 2 kg Eisbein
  • 750 g Sauerkohl oder fertiges Sauerkraut
  • 400 g Erbsen (gelb) und ebenso viel Kartoffeln
  • Mindestens 50 g Speck, ca. 50 g Schmalz
  • Suppengrün, 2 Zwiebeln
  • Lorbeerblätter, Wacholderbeeren, Pimentkörner, Pfeffer, Salz


2. Grünkohl mit Pinkel

  • Ca. 750 g bis 1 kg geputzten Grünkohl
  • 60-80 g Schweineschmalz oder Gänsefett
  • 2 Zwiebeln
  • 1/3 Liter Brühe oder Wasser, 2 Esslöffel Haferflocken
  • Salz, Pfeffer
  • Pinkel (typisch nordische Grützwürste), Kassler, Kohlwurst, Mettwurst oder „einfache“ grobe Bratwurst

 

3. Rheinischer Sauerbraten

  • Mindestens 1 kg Rindfleisch
  • Marinade
      Zwiebel,
      ¼ Liter Wasser, ¼ Liter Essig oder ½ Liter Buttermilch
      Gewürze (Lorbeer, Nelken, Pfeffer)
  • 2 EL ungeschwefelte Rosinen
  • 2 EL saure Sahne, Mondamin
  • Dazu Apfelmus, Rotkohl und Kartoffelklöße

 

Die Portionen sind auf 4 Personen ausgelegt. Bei Bedarf müssen Sie die Menge anpassen.

3 Deutsche Nationalgerichte

Eisbein mit Sauerkraut und Kartoffel-Erbsenstampf

  • Weichen Sie die Erbsen über Nacht ein
  • Die eingeweichten Erbsen kochen Sie am nächsten Tag mit dem Einweichwasser und fügen nach zwei Stunden das kleingeschnittene Suppengrün hinzu.
  • Kochen Sie das Eisbein etwa eine Stunde lang (dann sind sie halbgar) und dünsten Sie in dieser Zeit schon den Kohl. Legen Sie dann das Eisbein in das Sauerkraut und garen alles fertig.
  • Zerlassen Sie etwas Fett in einem Topf, rösten Sie die geschnittenen Zwiebeln darin goldgelb, geben Sie den Sauerkohl dazu (oder jetzt das fertige Sauerkraut) und lassen es kurze Zeit schmoren.
  • Füllen Sie mit etwas Wasser auf und bei möglichst geringer Hitze garen, etwas andicken (z.B. mit einer geriebenen Kartoffel)
    Setzen Sie Kartoffeln auf.
  • Wenn diese fertig sind, dann können Sie die Erbsen (und die gekochten Kartoffeln) zerstampfen oder pürieren und mit einer angerösteten Speck/Zwiebel-Mischung vermischen oder dekorieren.

 

Grünkohl mit Pinkel

  • Streifen Sie den gewaschenen Grünkohl von den Blattstielen und zerkleinern ihn (grob oder fein nach Wunsch und Vorliebe)
  • Zerlassen Sie das Fett, geben Sie die Zwiebeln hinzu und rösten Sie sie nicht zu dunkel
  • Geben Sie den Kohl dazu und erhitzen Sie alles, geben Sie die Brühe hinzu. Auch die Haferflocken können Sie jetzt (oder später) dazu geben. Alles mit Salz abschmecken.
  • Die Pinkelwurst, Kochwurst oder Mettwurst können Sie auf den Kohl legen und dort erhitzen. Kassler oder Bratwurst braten Sie von allen Seiten an.

 

Rheinischer Sauerbraten

  • Geben Sie das gewaschene Rindfleisch mit den Zwiebeln, den Gewürzen und dem Essig in eine Schüssel und lassen Sie es möglichst drei bis vier Tage in dieser Beize.
  • Am Tag, wenn Sie den Sauerbraten machen wollen, entfernen Sie die Gewürze und bringen sie die Beize zum Kochen. Legen Sie das Fleisch wieder dort hinein und lassen Sie es ca. 1,5 Stunden schmoren. Rühren Sie das angerührte Mondamin unter, binden damit die Sauce, geben schließlich die Rosinen und die saure Sahne dazu und erhitzen alles nochmals.
  • Als traditionelle Beilage gibt es dazu Kartoffelklöße, leckeren Apfelrotkohl und möglichst selbstgemachtes Apfelmus (auch dazu passen ein paar Rosinen).

 

Ich wünsche Ihnen einen Guten Appetit!

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