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Die größten Diätlügen? - Das sind sie

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:07
Viele Aussagen zum Abnehmen sind schlichtweg nichts als Mythen. Hier die 10 häufigsten:

Will man sich über die ideale Diät informieren, so gibt es scheinbar unendlich viele - extrem kontroverse - Ansichten und Tipps. Fakt ist: einige dieser Methoden sind kompletter Schwachsinn. Was die blödsinnigsten dieser Diätlügen sind, ist in diesem Artikel zu lesen.

  1. Lightprodukte sind gut zum Abnehmen, weil weniger Kalorien darin sind: Es sind zwar kaum Kalorien darin, aber sie sättigen oft schlechter. Um satt zu werden, muss man mehr essen und nimmt somit im Vergleich zu normalen Produkten in der Summe mehr oder zumindest gleich viel Kalorien zu sich.
  2. Fettreduzierte Produkte helfen, Gewicht zu verlieren: Fettreduzierte Produkte haben zwar tatsächlich weniger Fett, aber der fehlende Fettanteil wird oft durch Zucker ersetzt. Kalorien spart man damit jedenfalls nicht ein.
  3. Low-Carb-Diäten zur Gewichtsreduktion: Einseitige Diäten sind langfristig schädlich für die Gesundheit, weil bestimmte Elemente der Nahrung ganz einfach fehlen. Möglicherweise reduziert man das Gewicht etwas, aber es wird nicht von langer Dauer sein und die Spätfolgen kann niemand abschätzen.
  4. Viele kleine Mahlzeiten sind besser als wenige große: Den gleichen Mythos gibt es auch umgekehrt (wenige große sind besser als viele kleine Mahlzeiten). Letztendlich kommt es auf die Kalorienzufuhr an und auf wieviele Mahlzeiten die Kalorien aufgeteilt sind, spielt keine Rolle.
  5. Wenn man von allem nur die Hälfte isst, nimmt man ab: Man nimmt zwar tatsächlich nur die Hälfte der Kalorien zu sich, aber die (meistens schlechten) Essgewohnheiten bleiben bestehen. Eine Ernährungsumstellung bringt auf Dauer besseren Erfolg. Außerdem neigt man dazu, sich bei der Abmessung der Hälfte zu den eigenen Gunsten zu betrügen.
  6. Fasten führt zu Gewichtsverlust: Heilfasten dient nur scheinbar der Gewichtsreduktion. Man verliert sehr viel Wasser, das macht sich auf der Waage mit einem ordentlichen Gewichtsverlust bemerkbar. Aber es ist eben nur Wasser, und das lagert man nach dem Ende der Fastenkur sofort wieder ein und ein paar Kilo extra werden wohl auch auf die Waage kommen, weil der Körper nach der Hungerkur nun alles verwertet, was er bekommt. (Jojo-Effekt)
  7. Abnehmen mit Abführmitteln: Aus dem gleichen Grund bringen Abführmittel nichts. Es ist zwar dann nichts mehr im Darm, aber die paar Kilo weniger trügen. Denn der Gewichtsverlust entsteht nur aus dem fehlenden Darminhalt.
  8. Sport lässt die Pfunde schmelzen: Sport wirkt unterstützend beim Abnehmen, aber nur, wenn gleichzeitig eine vernünftige Ernährung praktiziert wird. Außerdem ist nicht jede Sportart gleich gut geeignet. Mit Ausdauersportarten wie Schwimmen, Joggen oder Radfahren verbrennt man die meisten Kalorien.
  9. Übergewicht ist Veranlagung: Falsch! Neueste Studien belegen, dass es keinen Zusammenhang zwischen den Erbanlagen und Übergewicht gibt. Die Ursache entsteht einzig und allein aus der Ernährung und der Lebensführung der Betroffenen.
  10. Fett ist für das Übergewicht verantwortlich: Fett ist lebensnotwendig. Ein kompletter Verzicht hätte fatale Folgen für die Gesundheit. Es kommt auf die Energiebilanz an, ob man ab- oder zunimmt, d.h. ob man mehr Kalorien verbraucht als man zu sich nimmt oder umgekehrt. Fett enthält zwar viele Kalorien, aber diese sind ebenso in Eiweißen und Kohlenhydraten enthalten. Aus welchem Nahrungsmittel die Kalorien letztendlich herkommen, ist egal.

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