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Eine Gans braten? - So geht's richtig

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:34
Gänsebraten ist in Deutschland ein sehr beliebter Festtags- oder Sonntagsbraten und ein Garant für Essgenuss.
Von allen Geflügelarten hat die Gans den kräftigsten und intensiven Geschmack. Wenn die Zubereitung eines Gänsebratens auch einige Mühe und Zeit kostet, lohnt sich die Mühe doch auf jeden Fall.

Bitte beachten

  • Am besten sollte man sich eine frische Gans vom Bauern oder einem Händler des Vertrauens besorgen, dann weiß man, wo das Tier herkommt, wie es gehalten wurde und was es gefressen hat.
  • Das baut bösen Überraschungen beim Fleischgeschmack vor. Aber natürlich sind in der Regel auch die preiswerteren tiefgefrorene Gänse o.k. Wichtig ist hier aber, dass die Gans vollständig in der Tiefkühltruhe liegt, nicht zwischendurch aufgetaut wurde und die Verpackung nicht beschädigt ist, weil sonst Gefrierbrand droht.

Wie wird die Gans vorbereitet?

Eine bratfertige Gans sollte sauber gerupft und gründlich ausgenommen sein. Sollten noch Federkiele in dem Tier stecken, müssen sie mit Hilfe einer Pinzette oder Zange vor der Zubereitung entfernt werden. Eine tiefgefrorene Gans muss vor der Zubereitung aufgetaut werden. Das geschieht am besten langsam im Kühlschrank und dauert mindestens 12 Stunden. Für vier Personen rechnet man an eine 3 bis 3,5 Kilo schwere Gans. 

Wie wird Gänsebraten zubereitet?

  • Beim klassischen Gänsebraten-Rezept wird der Vogel ganz einfach knusprig gebraten und mit Bratensauce, Klößen und Rotkraut serviert.
  • Es gibt aber auch verschiedene sehr interessante Füllungen, zum Beispiel mit Äpfeln, Orangen, Quitten, Maronen, Datteln, Trockenfrüchten oder Hackfleisch. Wenn die Gans gefüllt werden soll, muss die Füllmasse in den Gänsebauch gestopft und die Öffnung mit Rouladennadeln oder ähnlichem verschlossen oder mit Nadel und Faden zugenäht werden.
  • Damit die Gans in der Bratpfanne in Form bleibt sollten die Keulen und Flügel mit Schnur zusammengebunden werden. Der Fachmann nennt das "Dressieren". Danach kommt das Würzen mit Salz und Pfeffer von Innen und Außen und das Einreiben mit etwas Bratöl.
  • Anschließend kann man die Gans braten. Dazu braucht man einen schön großen Bräter mit Deckel. Nachdem die Gans ringsum kurz angebraten wurde, kommt sie für ca. 20 Minuten bei 180 Grad Celsius in den Backofen. Jetzt tritt viel Fett aus, das gründlich abgeschöpft werden muss.
  • Anschließend wird ein reichlicher Liter Wasser oder besser noch Geflügelfonds und etwas Wein zusammen mit Suppengemüse und etwas Beifuß zugefügt und die Gans bei etwa 150 Grad Celsius 4 bis 5 Stunden lang gegart. Dabei muss sie hin- und wieder begossen werden.
  • Ob sie weich ist, lässt sich mit einem Holzstäbchen prüfen. Der besondere Kniff beim Gans braten ist das Bestreichen der Haut mit einer Mischung von Butter, Honig und Sojasoße kurz vor Schluss. Kommt die Gans danach noch eine Viertelstunde ohne Deckel in den den Backofen, wird die Haut herrlich knusprig, glänzend und wohlschmeckend.

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