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Essen und Genuss: Das passiert beim Essen im Gehirn

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:36
Essen füllt nicht nur den Magen, sondern wirkt sich auch auf unsere Stimmung und das Wohlbefinden aus. Doch wie genau hängen Essen und Genuss eigentlich...

Essen füllt nicht nur den Magen, sondern wirkt sich auch auf unsere Stimmung und das Wohlbefinden aus. Doch wie genau hängen Essen und Genuss eigentlich zusammen?

Die Steuerung im Gehirn

Es ist das Gehirn, was uns täglich Signale wie Appetit, Hunger oder Sättigung sendet, wenn gewisse Nährstoffe im Körper ein bestimmtes Niveau unter- oder überschreiten. Auf diese Art regelt das Gehirn die Aufnahme der Nahrung und steuert gleichzeitig die Energiebilanz des Menschen. Das Essen gelangt über den Blutkreislauf ins Gehirn und löst dort die Herstellung bestimmter Stoffe aus.

 

Beispielsweise Serotonin, ein „Glückshormon“, das beim Verzehr von Bananen, Datteln oder auch Schokolade gebildet wird und nachweislich die Stimmung aufhellt. Gleiches gilt für die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren. Diese kann der Körper zwar nicht selber bilden, sie sind jedoch in wertvollen Nahrungsmitteln wie Olivenöl, Fisch oder Nüssen enthalten.

 

Sehen, riechen, schmecken

Doch nicht nur bestimmte Nährstoffe wirken sich positiv auf unser Bewusstsein aus. Auch ein himmlischer Geruch in der Nase oder ein hervorragende Geschmack, den wir über die zahlreichen Geschmacksknospen auf der Zunge erkennen, stimuliert und beeinflusst unsere Emotionen positiv.

Gerade Süßes gilt allgemein als angenehm. Grundsätzlich spielen beim Geruch und Geschmack bei jedem Einzelnen bestimmte Vorlieben und Gewohnheiten eine große Rolle. Denn ob etwas gut riecht und schmeckt, oder eben nicht, empfinden Menschen oftmals unterschiedlich.


Positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden haben somit einerseits wertvolle Nahrungsmittel, die unserem Körper nützliche Nährstoffe liefern, aber auch äußere Faktoren wie gute Düfte, Aromen oder ein ausgezeichneter Geschmack. Ebenfalls beeinflussen eine schöne Umgebung, ein stilvolles Ambiente, ausreichend Zeit oder das Beisammensein mit netten Menschen das Wohlbefinden. Besonders im Zusammenspiel wirken diese genannten Komponenten förderlich für die Fähigkeit zu genießen. Denn Genuss bedeutet schließlich, sich mit möglichst vielen Sinnen an einer Sache zu erfreuen!

 

Genießen kann nicht jeder

Leider ist nicht jeder Mensch gleichermaßen genussfähig. Während Asketen ganz bewusst auf den Genuss verzichten, verliert manch anderer die Fähigkeit zu genießen durch Alltagsstress, Hektik und Sorgen. Begriffe wie Essstörungen, Frustessen oder auch Fast Food liefern den Beweis, dass nicht jeder die Erfordernis mitbringt, ein Essen zu genießen und mit zahlreichen Sinnen wahrzunehmen. Aber genau die Wahrnehmung mit allen Sinnen ist die beste Voraussetzung, um letztendlich Freude, Entspannung und Muße zu erfahren.

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