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Gefährdete Fischarten - Diesen Fisch sollte man meiden

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:26
Die intensive Befischung der Weltmeere und Binnengewässer der letzten Jahrzehnte hat dazu geführt, dass es immer mehr bedrohte Fischarten gibt.
nbsp;Für viele Menschen ist Fisch ein unverzichtbarer Bestandteil ihrer Ernährung und er gilt in einigen Kulturen als das primäre Lebensmittel. In Ländern wie Japan beispielsweise wird fast 4-mal mehr Fisch pro Kopf verzehrt als im Weltdurchschnitt. Fisch ist ein gesundes, nahrhaftes und wichtiges Lebensmittel. Umso wichtiger ist es, Fisch nachhaltig zu fangen und zu züchten. Bedrohte Fischarten sollten von den Speiseplänen verschwinden, oder wie im Falle des Aals so teuer sein, dass er eine seltene Delikatesse bleibt und die Bestände somit geschont werden.

Bedrohte Fischarten

  • Der Aal aus Wildfang ist stark bedroht. Die Gründe hierfür liegen nicht nur in der starken Befischung, sondern auch an der komplexen Lebensweise. Durch zum Teil verbaute Flussläufe werden Aale bei den Wanderungen behindert, die Verschmutzung der Gewässer trägt ebenfalls zur Dezimierung der Bestände bei.
  • Beim weltweit beliebten Thunfisch sieht es auch nicht besser aus. Zwar sind nicht alle Arten bedroht, aber man sollte genau nachprüfen, woher der gefangene Thun stammt. Ganz verzichten sollte man auf folgende bedrohte Fischarten aus der Thunfischfamilie:
  • den weißen Thun
  • den Gelbflossenthun aus Wilfang mit Langleine
  • den Blauflossenthun.
  • Aufgrund der Fangmethoden sollte man auch auf den atlantischen Lachs verzichten. Die Fangmethode mit Ringwadennetzen und Stellnetzen verursacht eine sehr hohe Quote an unerwünschtem Beifang und sorgt dafür, dass auch immer wieder Seevögel verenden.
  • Einer der beliebtesten Speisefische hierzulande ist die Dorade Royal aus dem Mittelmeer. Wenn diese Fische mit Schleppnetzen oder Grundnetzen gefangen wurden, sollte auf den Verzehr verzichtet werden. Tiere aus dem Fang mit Handleinen oder Fallen können durchaus genossen werden.
  • Kabeljau aus der Ostsee, in welcher sich die Bestände deutlich erholt haben, sowie aus den Fanggründen um Island und der Norwegischen See kann relativ guten Gewissens verzehrt werden. Im Rest des Nordatlantiks ist der Kabeljau hoffnungslos überfischt.
  • Der Zander, einer der beliebtesten Speisefische hierzulande, ist bereits stark überfischt und ohne den zusätzlichen Besatz in der Binnenfischerei kaum noch zu erhalten.
  • Weitere bedrohte Fischarten, die gemieden werden sollten, sind zum Beispiel der Baramundi, der Mah Mahi, der Papageifisch, der St. Pierre und der Rochen, sowie viele weitere.
  • Zwar muss man auf den Verzehr nicht ganz verzichten, jedoch sollte man immer auf die Herkunft schauen und auf das Label "MSC" achten. Dieses Siegel steht für "Zertifizierte nachhaltige Fischerei".

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