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Gute Gründe warum man den Fleischkonsum reduzieren sollte?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:49
Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine vegetarische Lebensweise.

Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine vegetarische Ernährung, das heißt, sie verzichten auf Fleisch und Fisch und auf Produkte, die Gelatine oder Lab enthalten. Die Gründe sind dabei sehr unterschiedlich. Während für viele Vegetarier nach wie vor der ethische Aspekt im Vordergrund steht, sind für viele auch Gesundheit und Umweltschutz Gründe für eine vegetarische Lebensweise. Immer wieder auftretende Meldungen über die schlimmen Zustände in der Massentierhaltung, Gammelfleischskandale und Formschinken lassen immer mehr Menschen ihre Ernährungsgewohnheiten überdenken.

Ethik

  1. Viele Vegetarier begründen ihren Verzicht auf Fleisch mit dem Hinweis, dass hoch entwickelte Tiere wie Kühe oder Schweine, Bewusstsein und Gefühle haben und unter den zum Teil sehr schlimmen Bedingungen der Massentierhaltung leiden. 
  2. Die Vorstellung, dass ein anderes Lebewesen leidet und schließlich geschlachtet wird, um als Nahrung zu dienen, ist für viele Vegetarier traurig und häufig der wichtigste Grund, sich vegetarisch zu ernähren.


Klimaschutz durch Vegetarismus

  1. Fleischkonsum kann nicht nur ethische Fragen aufwerfen, sondern wirkt sich auch ganz konkret auf den Klimawandel aus: Die Fleischproduktion verbraucht Fläche und Ressourcen. 
  2. Nicht nur als Weideland, sondern auch zur Futterherstellung wird jedes Jahr mehr Land gebraucht. Diese zusätzlichen Flächen entstehen oft durch Abholzung von Wäldern. 
  3. Zugleich drohen mit Überweidung auch Erosion und das Aussterben zahlreicher Pflanzenarten. 
  4. Besonders der südamerikanische Regenwald ist betroffen. Weite Flächen werden jedes Jahr gerodet und einseitig mit Soja bepflanzt, welches dann als Futter für die Rinderzucht dient. 
  5. Nicht nur das Roden der Wälder schadet dem Klima, auch die Viehzucht selbst hat negative Auswirkungen. So entstehen zum Beispiel allein durch die Rinderzucht viele Tonnen Methangas jährlich. 
  6. Methangas ist für das Klima sogar noch schädlicher als CO2 und steigert der Treibhauseffekt massiv.


Überfischung

  1. Nicht nur der ständig wachsende Fleischkonsum ist problematisch, auch die Nachfrage nach Fisch steigt jedes Jahr. 
  2. Durch die Überfischung der Ozeane sind zahlreiche Fischarten vom Aussterben bedroht. Nicht nur Speisefische sind durch die moderne Fischerei bedroht, sondern auch Arten, die als Beifang mit in die Netze geraten. 
  3. Auch die Zucht von Fischen oder Schalentieren ist nicht immer unproblematisch. In Asien werden immer mehr Reisfelder durch Garnelenteiche ersetzt. Dieses hat zur Folge, dass die Produktion von Reis als Lebensmittel sinkt. 
  4. Noch problematischer ist jedoch, dass in der intensiven Garnelenzucht dermaßen viele Antibiotika eingesetzt werden, dass die Böden verseucht werden und für Jahrzehnte nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden können.


Gesundheit

  1. Vegetarische Ernährung ist abwechslungsreich und gesund. Wer sich ausreichend informiert, kann sich auch ohne Fleisch oder Fisch sehr gesund ernähren und braucht keine Bedenken wegen möglicher Mangelerscheinungen zu haben. 
  2. Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte und Getreide, Milchprodukte und Soja können dem Körper alle wichtigen Nährstoffe liefern. 
  3. Hinzu kommt, dass eine fleischlastige Ernährung grundsätzlich mit Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes in Verbindung gebracht wird, wohingegen eine vegetarische Ernährung in der Regel fettärmer und vitaminreicher ist.

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