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Knoblauch - Besonderheiten? - Das sollte man wissen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:16
Darum wird die Knoblauch nach dem schneiden grün!

Knoblauch ist bereits seit vielen Jahrhunderten bekannt und wurde bereits im frühen Mittelalter verwendet. Wenn man den altertümlichen Sagen und alten Überlieferungen Glauben schenken darf, dann soll Knoblauch zur Abwehr von Dämonen, Geistern und Vampiren dienen und sehr effektiv sein. Die ausdauernde und krautige Pflanze findet ihre Anwendung jedoch eher im kulinarischen Bereich. Wer gerne und häufig kocht und es eher deftig mag, der verwendet in der Küche häufig Knoblauch. Viele Fleischspeisen oder Saucen werden mit Knoblauch angereichert. Diese Zutat sorgt in vielen Gerichten erst für den richtigen Geschmack und dem Knoblauch wird sogar eine positive gesundheitliche Wirkung nachgesagt.

Bitte beachten

  • Entdeckt man diese farbliche Veränderung am Knoblauch, mag man im ersten Moment recht irritiert sein, doch dieses Phänomen lässt sich ganz einfach erklären.
  • Schneidet man die Zehen des Knoblauchs, so tritt nicht nur der Zellsaft aus, sondern auch verschiedene Schwefelverbindungen und auch Enzyme.
  • Durch das gemeinsame Austreten der Säfte werden die Schwefelverbindungen in andere Verbindungen umgewandelt.
  • Diese neu gebildeten Schwefelverbindungen nennt man Thiosulfinate, diese sind eine wichtige Komponente der entstehenden Farbstoffe.
  • Ein weiterer Bestandteil der gewandelten Verbindung sind Aminosäuren. Aus diesem Baustein bestehen die im Knoblauch integrierten Eiweiße.
  • Reagieren nun diese Schwefelverbindungen und die Enzyme mit den Aminosäuren, dann entstehen daraus zwei Farbstoffe - ein blauer und ein gelber Farbstoff. Da sich diese beiden beim Austreten der Säfte mischen, entsteht die grüne Verfärbung des Knoblauchs.

Schnell verarbeiten

  • Sind die einzelnen Zehen erst einmal geschält und angeschnitten oder gepresst, dann sollten diese auch umgehend im Essen verarbeitet werden, denn sonst wird man Zeuge eines besonderen Phänomens – der Knoblauch verfärbt sich von Innen nach Außen bläulich bis grün.
  • Besonders häufig kann man dies beobachten, wenn man den Knoblauch gesalzen hat, einlegt und über Nacht im Kühlschrank ziehen lässt.

Tipps für die Nutzung von Knoblauch

  • Ein ähnliches Phänomen lässt sich bei geschnittenen Zwiebeln bestaunen.
  • Diese färben sich jedoch nicht grün oder blau, sondern rosa.
  • Das Prinzip der Farbentstehung ist dasselbe – Schwefelverbindungen und Aminosäuren bilden die Farbstoffe.
  • Das Auftreten dieser chemischen Verbindung lässt sich jedoch ganz einfach vermeiden, indem man den Knoblauch umgehend nach dem Schneiden oder Pressen verarbeitet und somit die Reaktion unterbindet.
  • Während des Kochvorgangs tritt dieser Effekt dann nicht mehr auf, denn durch die steigende Temperatur wird dieser chemische Prozess unterbunden.
  • Zudem werden die Enzyme sowie die Aminosäuren durch das Garwasser der anderen Zutaten verdünnt, sodass das Phänomen der Verfärbung gar nicht mehr auftreten kann.
  • Ist ein sofortiges Verarbeiten des Knoblauchs nicht möglich und es entstehen die genannten Verfärbungen, so ist dies dennoch unbedenklich.
  • Der Knoblauch kann trotzdem verwendet und verzehrt werden, denn die Farbe hat keine gesundheitlichen Nachteile oder Nebenwirkungen.
  • Aus medizinischer Sicht ist Knoblauch sogar sehr zu empfehlen, denn ein regelmäßiger Verzehr stärkt das Herz, soll Krebs vorbeugen und ist auch bei Pilzinfektionen, Grippe und Parasiten sehr hilfreich.

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