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Martini - Gansl zubereiten? - Wie geht man vor?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:08
Nicht nur zum Martinsfest ein Highlight: Das Martini Gansl.

Sicherlich ist es mit einem gewissen Arbeitsaufwand verbunden, die Martini Gansl - oder wie man sie landläufig nennt - die Martinsgans zuzubereiten. Aber es lohnt sich in jedem Fall. Am besten, man legt gleich von Anfang an größten Wert auf Qualität. Denn sicherlich bietet der Handel zwar äußerst preisgünstiges Gänsefleisch an. Allerdings kann man dabei nicht ganz sicher sein, inwieweit die Tierhaltung artgerecht war. Und auch das sollte unbedingt ein Aspekt sein, der bei der Zubereitung (bzw. bereits beim Kauf) der Martinsgans eine entscheidende Rolle spielt. Am besten, man kauft das Fleisch bei einem zertifizierten Anbieter, welcher seinem Getier das Leben in Freilandhaltung ermöglicht. Sicherlich ist das Ganze dann ein klein wenig teurer - aber das sollte die Sache in jedem Fall wert sein.

  • Vor der Zubereitung sollte die Gans sorgfältig gewaschen und getrocknet werden.
  • Auch sollte das Salz nach Möglichkeit nur innen verteilt werden.

  • Eine küchenfertige Gans
  • 500 Gramm Äpfel
  • 250 Gramm zuvor eingeweichte Backpflaumen
  • 2 Esslöffel Zucker
  • 1 Esslöffel Mehl
  • 3 Esslöffel Apfelmus
  • 4 Esslöffel Sahne
  • 5 Esslöffel Brot (oder Paniermehl)
  • 2 cl Weinbrandt bzw. Cognac
  • Zimt
  • Salz
  • Pfeffer

Vorbereitung:

  1. Sobald die Gans entsprechend vorbereitet ist, werden die Backpflaumen entsteint und mit den Äpfeln, die zuvor gewaschen, geschält und entkernt wurden, vermengt.
  2. Dann kommen der Weinbrandt, Zucker, Zimt und das Brot hinzu.
  3. Mit der gesamten Masse wird die Gans nun gefüllt und zu guter Letzt zugenäht oder mit kleinen Metallspießchen zugestopft.


Bratvorgang:

  1. Wichtig ist, dass vor dem eigentlichen Bratvorgang rund 3 Becher Wasser sowie ein in Stücke geschnittener Apfel zugegeben werden.
  2. Sodann kommt die Gans auf den Bratrost (oberhalb der Fettpfanne) in den vorgeheizten Ofen.
  3. Nun dauert der Backvorgang bei rund 200 Grad etwa zweieinhalb bis drei Stunden.
  4. Nicht vergessen, die Martini Gansl dabei regelmäßig mit dem Bratensaft zu begießen.
  5. Außerdem ist es wichtig, etwa im Halbstundentakt mit einer Gabel Löcher in die Haut zu pieksen, damit das Fett besser ablaufen kann.
  6. Etwa eine Viertelstunde vor dem Ende der Bratzeit wird der Vogel mit kaltem Salzwasser bestrichen und danach bei 250 Grad weiter gebraten. So wird die Gans schön kross.


Zum Abschluss:

  1. Die Flüssigkeit in der Fettpfanne wird mit Wasser gestreckt, mit Mehl oder Soßenbinder gebunden, mit Sahne verfeinert und mit Apfelmus, Salz und Pfeffer abgeschmeckt.
  2. Danach muss die Soße einmal kurz aufgekocht und sodann für rund zehn Minuten bei kleiner Hitze auf der Flamme gehalten werden. Die Gans darf nun aus dem Ofen und die Fäden bzw. die Stäbchen können entfernt werden.
  3. Perfekt zur Martini Gansl passen Kartoffeln oder Kartoffelklöße, Spätzle oder Reis. Rotkohl (anderweitig auch als Blaukraut bekannt) gehört ebenfalls dazu. Guten Appetit!

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