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Neue Süßstoffe aus dem Labor - Wie gefährlich sind diese?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:48
Die Süßkraft bei künstlichen Süßstoffen ist bis zu 10 bis 3000 Mal stärker als bei Zucker.

Süßstoffe ersetzen Zucker, und haben eine Süßkraft, die natürlich oder synthetisch hergestellt wird. Die Süßkraft ist dann, je nachdem welcher Süßstoff verwendet wird, 10 bis 3000 Mal stärker, als bei Zucker. Ein Süßstoff hat meistens keine Kalorien, und bietet Bakterien, die Karies verursachen, keine Nahrung. Seine gemessene Süßkraft bezieht sich auf die Saccharose mit dem Süßkraftwert eins.

Die zur Zeit in der EU zugelassenenen Süßstoffe heißen Neotam, Neohesperidin, Thaumatin, Sucralose, Saccharin, Cyclamat, Aspartam-Acesulfam-Salz, Aspartam und Acesulfam. Die Süßkraft beträgt zum Beispiel bei Cyclamat 30 bis 50 mal so viel, wie bei Zucker, bei Aspertam das 200-fache, und bei Neotam 10.000 bis 13.000 mal so viel, wie bei Zucker.

  • Was die gesundheitliche Bewertung betrifft, gibt es über die Langzeitwirkung von Süßstoffen, oder deren Kombinationen, wenige Erkenntnisse. 
  • Verschiedene Studien, die sich mit gesundheitsschädlichen Wirkungen der Süßstoffe beschäftigen, ergeben unterschiedliche Ergebnisse. 
  • Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung bestätigt, dass es keine Andeutung für ein Krebsrisiko gibt, was die Verwendung von Süßstoffen betrifft. Es existiert lediglich ein Ergebnis, das bei hohem Süßstoffkonsum ein Risiko für Blasenkrebs ergibt.
  • Weiterhin ist zu beachten, dass Menschen, die an Phenylketonurie leiden, Aspartam nicht verzehren dürfen. Deshalb werden in der EU alle Artikel, die Aspartam beinhalten, mit einem Hinweis versehen, der lautet: enthält eine Phenylalaninquelle, oder, mit Phenylalanin.

  1. Das Zusammenwirken unterschiedlicher Süßstoffe, wie zum Beispiel von zwischen Acesulfam und Aspartam, kann zu einer Süßkraft führen, die noch höher ist. 
  2. Solche Kombinatonen können bewirken, dass ein Süßgeschmack erzielt wird, wie er bei Saccharose gegeben ist, auch wenn diese Süßstoffe zu schnell oder verzögert süßen, die Süße zu lange im Mund verbleibt, oder menthol- oder lakritzartiger Beigeschmack auftritt, oder saurer Nachgeschmack. 
  3. Das Bundesinstitut für Risikobewertung genehmigt die Süßstoffe, die innerhalb der EU zugelassen sind, als gesundheitlich unbedenklich, wenn die Höchstmenge bei der jweiligen Dosierung nicht überschritten wird. 
  4. Im Stoffwechsel entstehen aus Aspartam die Stoffe Methanol, Phenylalanin und Asparaginsäure. 
  5. Nach eingehender Prüfung kann bestätigt werden, dass dadurch keine unerwünschte Wirkungen entstehen, wie Hirntumore, Epilepsie, neuroendokrinen Veränderungen, Allergien und Kopfschmerzen. 
  6. Allerdings müssen dazu die unbedenklichen Höchstwerte, die für Süßstoffe festgelegt wurden, eingehalten werden. 
  7. Diese betragen bei Aspartam 40 mg/kg Körpergewicht und Tag, und zum Beipiel bei Saccharin 5 mg/kg Körpergewicht und Tag. 
  8. Schlussendlich muss festgestellt werden dass Langzeitstudien fehlen um mit 100% Sicherheit behaupten zu können, dass Aspartam und Co wirklich unbedenklich konsumiert werden können.
  9. Ein jeder muss für sich selbst entscheiden ob und in welchen Dosen er/sie diese künstlich hergestellten Süßstoffe zu sich nehmen möchte.
  10. Tipp: Verpackung gründlich lesen!

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