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Ökologisch richtig einkaufen - Was sollte man beachten?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:52
Der korrekte und ökologisch nachhaltige Einkauf eigentlich schon auf dem Feld.

Bioboom an jeder Ecke: Fachgeschäfte und Discounter, Vereine und Versandhandel bieten heute mehr denn je Bioprodukte an. Mit Bioprodukten lässt sich zwar gutes Geld verdienen, und so wachsen die entsprechenden Regale. Und dennoch steht die Frage: Was ist beim ökologisch richtigen Einkauf eigentlich zu beachten?

  • Tatsächlich nämlich beginnt der korrekte und ökologisch nachhaltige Einkauf eigentlich schon auf dem Feld. 
  • Der Biobauer setzt im Gegensatz zu anderen Landwirten auf Produkte, die ohne chemische Zusätze hergestellt werden. 
  • Wer Tomaten oder Äpfel erwirbt, darf damit sicher sein, dass diese nicht mit Pflanzenschutzmitteln besprüht worden sind. 
  • Die Reinheit der Ware und der Verzicht auf Konservierungsstoffe führen schließlich dazu, dass Biobauern die Transportwege auf ein Minimum verringern.

  1. Wer ökologisch nachhaltig einkaufen möchte, der wird darauf achten, dass seine Äpfel nicht aus Südafrika und die Pflaumen nicht aus Argentinien kommen. 
  2. Denn auch das gehört zu einer positiven Ökobilanz: Je kürzer und direkter die Vertriebswege sind, desto geringer sind die Auswirkungen auf die Natur. 
  3. Wer beim „Bauern um die Ecke“ kauft“, reduziert einfach die Umweltbelastung dadurch, dass die Ware nicht von einem Ende der Welt zum andere geschickt werden muss: beispielsweise bei Schnittblumen, die in Afrika gezüchtet werden. 
  4. Staat dessen wird der Aufwand für Transport und Energie bis hin zum Kohlendioxidausstoß auf ein Minimum gesenkt, wird Kerosin gespart und Öl nicht eingesetzt. 
  5. Ökologischer Einkauf: Das heißt natürlich, die Verpackung im Blick zu haben. Werden Waren über weite Entfernungen transportiert, so müssen sie wesentlich aufwendiger verpackt werden als regionale Produkte, die nur kurze Strecken zurückgelegt haben. 
  6. Dass bei großen Entfernungen Dämmmittel und Schutz vor Beschädigungen unverzichtbar sind, versteht sich zwar. Doch der Eingriff in die Ökobilanz ist jedes Mal immens. 
  7. Je direkter und unmittelbarer also der Vertrieb von Produkten ist, desto positiver wirkt sich das auf die Umweltbilanz insgesamt aus.
  8. Dass dies nicht nur bei Lebensmitteln gilt, versteht sich. Ökologisch nachhaltig einkaufen tut auch der, der auf Einwegverpackungen verzichtet, der Waren erwirbt, die mehrfach genutzt werden können: Ob Partygeschirr oder Einwegtischdecken, ob Batterien statt Akkus oder Leinenbeutel statt Berge von Umverpackungen aus Plastik.
  9. Mit ein wenig Bewusstsein und einem offenen Blick für die Probleme der Welt lassen sich mit kleinen Gesten große Erfolge erzielen. 
  10. So kann auch der Durchschnittsbürger helfen, die Umwelt etwas zu schützen. Und dass Lebensmittel, die nach den uralten Überlieferungen, nach traditionellen Rezepten und ohne Zusatz von Konservierungsstoffen besser schmecken – das wird der Verbraucher schon bald merken.

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