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Letztes Update am 06.07.2015, 11:09
Das Frühstück nimmt einen wichtigen Stellenwert im Tagesablauf der Österreicher ein.

Toast mit Butter, Brot mit Marmelade, Croissant mit Wurst und Käse oder eine Schüssel Müsli - die Möglichkeiten, das Frühstück zu gestalten, sind mindestens so zahlreich, wie es die Frühstücksgewohnheiten der Österreicher sind. Wie, was und wie lange wir frühstücken, hängt dabei von einigen wesentlichen Faktoren ab, zeigt eine Studie des Marktforschungsinstitutes Spectra.

Kraft für den Alltag

Gut drei Viertel (77 Prozent) der Österreicher wollen laut der Untersuchung auch an Werktagen, also trotz morgendlicher Hektik, nicht auf ihre frühe Mahlzeit verzichten. Eine verhältnismäßig gesunde Bilanz, denn auch eine US-amerikanische Studie kam kürzlich zu dem Schluss, dass das Frühstück sehr wichtig für den menschlichen Mechanismus ist: „Das Weglassen des Frühstücks kann zu einem oder mehreren Risikofaktoren wie Fettleibigkeit, Bluthochdruck, hohem Cholesterinspiegel und Diabetes führen, die im Laufe der Zeit einen Herzinfarkt verursachen können“, folgern die Forscher. Auffallend klein ist der Anteil der Frühstücker hingegen in der Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen: Hier geben nur 66 Prozent, also zwei Drittel, an, morgens Essen zu sich zu nehmen.

Immer wieder sonntags

Deutlich anders sieht das Frühstücksverhalten an Sonntagen aus: Es wird als morgendlicher Genuss regelrecht zelebriert und zwar am liebsten gemeinsam mit der Familie oder Freunden, mit duftendem Kaffee und mindestens 24 Minuten lang. Im Vergleich: An Wochentagen frühstücken wir durchschnittlich 16 Minuten. Und diese Extraminuten werden auch kulinarisch etwas mehr ausgeschlachtet als es von Montag bis Freitag der Fall ist. Neben der Standardausstattung von Butter und Brot gehören hier Semmeln, Toast, Croissants, Wurst oder andere Fleischprodukte, Käse, aber auch frische Mehlspeisen und saftiges Obst zum Repertoire. Männer greifen hier tendenziell eher zu den deftigeren Angeboten, Frauen hingegen mögen es gerne süß und halten sich eher an die Marmelade-Honig-Fraktion. Als bevorzugtes Getränk für den Sonntag liegt der Kaffee bei Männern als auch bei Frauen ganz oben auf, gefolgt von Tee.


Das Frühstück findet in Österreich also nach wie vor einen fixen Platz im Tagesablauf der Bevölkerung. Je nach Tag und Alter fällt die frühe Mahlzeit aber auch einmal knapper und flüchtiger aus. Am Sonntag hingegen ziert eine abwechslungsreiche Vielfalt die heimischen Frühstückstische.