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Red Bull - Die Entstehungsgeschichte und wie es zum Kult wurde?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:52
Vor 20 Jahren, im Jahr 1982, reiste Dietrich Mateschitz nach Thailand. Der Rest ist Geschichte.

Vor 20 Jahren, im Jahr 1982, reiste der spätere Erfinder von Red Bull, Dietrich Mateschitz, nach Thailand. Dort stieß er auf ein Getränk namens Krating Daeng, das ihm aufgrund des darin enthaltenen Wirkstoffs Taurin half, seinen Jetlag besser zu überwinden. Der Trunk, recherchierte Mateschitz, war ein Getränk, wie es Piloten aus Japan während des Zweiten Weltkrieges gereicht worden war – sie sollten damit ihre Leistungsfähigkeit kurzfristig steigern.

  • In einer Dose Red Bull, die stets 250 Milliliter enthält, ist so viel Koffein wie in einer Tasse Bohnenkaffee enthalten. 
  • Inzwischen auch zuckerfreie angeboten setzt das Label gezielt auf eine Generation, die sich zuckerärmer ernährt. 
  • Ob es aber wie beworben die mentale Leistungsfähigkeit steigern kann, ist umstritten. Kritiker behaupten anhand wissenschaftlicher Untersuchungen, dass es keinerlei Belege für eine erhöhte Konzentrationsfähigkeit oder Gedächtnisleistung aufgrund des Genusses gibt. Eine Stunde Mittagschlaf pro Tag würde dieselbe Wirkung erzeugen.

Die Red Bull Story

  • Nach Österreich importiert übernahm der Industrielle nicht nur die Grundrezeptur des Getränks. 
  • Er entschied sich auch, die damit verbundene Grundidee im Marketing zu kopieren und es in leichten Abweichungen an den im Westen üblichen Geschmack anzupassen. 
  • Fünf Jahre später schließlich kam das Getränk in Österreich auf den Markt. Doch als Red Bull 1987 im deutschsprachigen Raum eingeführt werden sollte, gab es zunächst keine Marktzulassung. 
  • Angesichts endloser Diskussionen in den Medien wirkte das gerade bei Jugendliche wie ein Verbot und verursachte einen Hype, der einen regelrechten Verkaufsboom auslöste. 
  • Schließlich beworben als sogenannter Energy Drink wurde Red Bull schnell zum Kultgetränk. Insbesondere in der Jugendszene, ob bei Ravern oder HipHopern, bei Snowboardern oder Mountainbikern - Clubs und Gaststätten, aber auch Handelsketten orderten angesichts der immensen Nachfrage das neue Getränk in großen Mengen. 
  • Der Slogan der Marke schlug ein: „Red Bull verleiht Flügel“. Er gilt auch als das Geheimnis des überragenden Erfolgs.
  • Durch das intensive Marketing, das gezielte Sponsoring in jugendaffinen Bereichen, ist es der Marke zudem gelungen, ihre Position zu behaupten und kontinuierlich auszubauen. 
  • In Deutschland hat Red Bull zuletzt in einen Leipziger Fußballklub investiert: Der Viertligist RB Leipzig erhofft sich aufgrund der immensen Summe, die die Marke investiert, einen baldigen Aufstieg in die Bundesliga. Allerdings darf aufgrund der Regeln des DFB Red Bull nicht Namensbestandteil sein, so sich dass der Verein RB nennt – als offizielle Abkürzung für Rasenballsport. 
  • Auch in Salzburg werden mit den FC Red Bull und in den USA mit den New York Red Bulls Sportvereine finanziell unterstützt. 
  • Dazu gibt es zahlreiche Sponsoringaktivitäten gerade im Bereich des Extremsports – ob im Luftrennen, Motocross oder im Basejumping. Schließlich schickte Red Bull zwei eigene Teams in die Formel 1 und sorgte für enormes Aufsehen mit den Gewonnen Weltmeisterschaften 2010 und 2011 durch Sebastian Vettel, als auch beide Konstrukteurstitel.

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