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Regionales Gemüse voll im Trend: Warum man vermehrt heimisches Gemüse kaufen sollte

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:35
Was ist dran an diesen Meldungen und sollte man wirklich lieber auf Importgemüse verzichten?

Hohe Belastung durch Pflanzenschutzmittel: Oft liest der Verbraucher Schlagzeilen wie "Import-Gemüse verseucht" oder "Pestizide im importierten Gemüse". Was ist dran an diesen Meldungen und sollte man wirklich lieber auf Importgemüse verzichten?

 

Laut Berichten des Nachrichtenmagazins Focus etwa sollen Kontrolleure, die mit den Lebensmittelkontrollen auf dem Frankfurter Flughafen betraut sind, herausgefunden haben, dass ein großer Teil (rund 20 %) des importierten Obst und Gemüses so stark mit Chemikalien "verseucht" ist, dass der Richtwert der EU um das Tausendfache überschritten werde. Bei den Chemikalien handelt es sich überwiegend um Pflanzenschutzmittel. Ganz besonders stark betrifft das Gemüsesorten wie Bohnen und Gurken sowie Kräuter wie Basilikum, Chili und Koriander.

 

Die ungesunden Mittel finden sich besonders häufig bei Waren aus der Türkei, aus Jordanien, Thailand, Indien und der Dominikanischen Republik. Knapp die Hälfte der importierten Gemüsesorten aus diesen Ländern müssen vernichtet werden.

 

In einigen Fällen fanden sich besonders hohe Mengen des Pflanzenschutzmittels Triazophos und Methiocarb. Solche Fälle werden regelmäßig dokumentiert. Im Rahmen des europäischen Schnellwarnsystems (Rapid Alert System for Food an Feed) werden die europäischen Länder über jedes Vorkommnis dieser Art informiert.

Was spricht für regionales Gemüse?

  • Weniger Belastung durch Schadstoffe.
  • Weniger Umweltbelastung durch kurze Transportwege.
  • Mehr Vitamine
  • Mehr Geschmack
  • Man kann auch im Winter einheimisches Gemüse kaufen.

Umweltbelastung trotz strenger Kontrollen

Aber auch der Verbraucher, der sich nun fragt, warum er sich bei so strengen Kontrollen denn noch Sorgen machen sollte, hat einen guten Grund, auf ausländisches Gemüse zu verzichten. Denn nicht nur die nicht zugelassenen Schadstoffmengen belasten die Umwelt und somit unsere Gesundheit, sondern auch die langen Transportwege, die die frischen Waren zurücklegen müssen, um in unseren Supermärkten zu landen. Hinzu kommen natürlich die durch den Transport bedingten höheren Preise für das Gemüse.

 

Geschmack und Vitamingehalt

Ein weiterer wichtiger Nachteil gegenüber regionalem Gemüse besteht in dem Erntezeitpunkt. Das Gemüse für den Import wird bereits in unreifem Zustand geerntet, um dann auf dem Weg in die Läden nachzureifen. Das hat zur Folge, dass im Vergleich mit heimischem Gemüse nicht nur weniger Vitamine, sondern auch weniger Geschmack bzw. Aroma in den Lebensmitteln steckt.

 

Leider ist die Nachfrage recht groß, weil viele Verbraucher auch außerhalb der Saison auf bestimmte Gemüsesorten nicht unbedingt verzichten wollen (Tomaten & Co im Winter...) und importiertes Gemüse kaufen.

 

Neuer Trend in Sicht

  • Zum Glück zeichnet sich ein neuer Trend ab, da viele Verbraucher regionales Gemüse bevorzugen.
  • Auch im Winter gibt es viele Gemüsesorten, die aus regionalem Anbau stammen.
  • Als typische Wintergemüse gibt es z.B. verschiedene Kohlsorten, etwa Blumenkohl, Rotkohl, Weißkohl und Grünkohl sowie Steckrüben, Feldsalat und Schwarzwurzeln.

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