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Rezeptideen für Feiertagsgerichte? - Was kocht man zu diesen Feierlichkeiten?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:10
Nicht immer weiß man, welche Gerichte an den Feiertagen auf den Tisch sollen. Hier ein paar Tipps!

Natürlich gibt es Hunderte oder Tausende von Rezepten, allesamt für tolle Feiertage ausgerichtet. Doch ich bin eher dafür, gerade an Feiertagen nicht den ganzen Tag in der Küche zu stehen, daher sammel ich Rezepte, die fix gehen – und trotzdem feiertagstauglich sowie superlecker sind. Die beiden folgenden Rezepte sind jeweils für 4 Personen vorgesehen. Viel Spaß beim Nachmachen!

  • Für den Fischauflauf benötigen Sie höchsten eine halbe Stunde Arbeit im Vorfeld. Im Backofen bleibt der Auflauf ca. eine Dreiviertelstunde.
  • Das Rehragout benötigt ca. eine Woche vor dem Festtag in etwa 15 Minuten Vorarbeit, am Festtag selber (oder einen Tag vorher) müssen Sie mit einer halben Stunde Vorarbeit rechnen, kochen „tut’s“ alleine, und zwar zwischen 1-3 Stunden.

1. Fischauflauf – super für Heiligabend. Wenig Arbeit und recht preiswert.

  • 1,5 kg Schellfisch, d.h. Kabeljau, Seelachs, Dorsch – in Stücken, können also auch Reste sein oder die gefrorenen Filets
  • 3 Brötchen, eingeweicht in Milch – oder fertiges Paniermehl
  • ca. 350g Sahne
  • 100g Sardellen – oder fertige Sardellenpaste aus der Tube
  • 125g geräucherten Speck
  • 4 Eier, 1EL Kapern, 1EL kleingeschnittene Zwiebel, geriebenen Käse
  • Salz, Petersilie, Butter
  • Als Beilage Kartoffeln, Reis oder auch einfach leckeres Baguette.

 

2. Rehragout – preiswerter, als es sich anhört und wenig Arbeit, allerdings besser ein paar Tage vorher das Fleisch holen, damit Sie es beizen, also einlegen können.

  • 1,5 kg Rehfleisch, aber möglichst das preiswerte von Hals, Brust, Bauch oder auch Bug (Teil der vorderen Schulter). Das wird auch zu Feiertagen nicht viel kosten, da man diese Teile normalerweise nicht zum Braten nimmt.
  • ¼ l Rotwein, ¼ l Weinessig (statt Rotwein können Sie auch Wasser nehmen)
  • Salz, Pfeffer, Zwiebel mit Nelken besteckt
  • Fett oder Butter, Braunmehl (Mehl zunächst ohne Fett in der Pfanne gelblich werden lassen, dann Fett dazu fügen und so lange schwitzen, bis es die gewünschte braune Farbe hat)
  • ca. 100ml Beize, 1,5l Flüssigkeit, 1/8 l Rotwein
  • Als Beilage leckere Knödel

Leckeres Rehragout oder köstlicher Fischauflauf?

Der Fischauflauf

  1. Die Fischreste bzw. die kurz abgekochten oder aufgetauten Fischfilets werden auf Wunsch noch gehäutet, Gräten entfernt und der Fisch in kleine Stückchen geteilt.
  2. Die Brötchen weichen Sie in Milch ein, drücken sie aus und zupfen sie leicht auseinander.
  3. Der Speck muss fein geschnitten werden, die Sardellen geputzt und klein gequetscht – oder Sie nehmen etwas Sardellenpaste dazu.
  4. Der Fisch wird dann leicht vermengt mit den Brötchen, Sardellen und Kapern, dem Speck, Käse, Eigelb und Salz sowie der Sahne, Zwiebel und Petersilie.
  5. Zum Schluss ziehen Sie den aus dem Eiweiß geschlagenen Eierschnee darunter.
  6. Bestreichen Sie eine Auflaufform mit Butter und streuen Sie etwas Paniermehl darein.
  7. Füllen Sie die Masse ein, bestreuen Sie sie mit Käse und Butterwürfel und lassen Sie diesen leckeren Fischauflauf etwa 45 Minuten im heißen Backofen bei ca. 200 Grad. Da jeder Backofen anders reagiert, schauen Sie einfach nach einer Zeit, wie der Auflauf aussieht … - Guten Appetit!

 

Das Rehragout

  1. Waschen Sie die Fleischteile, wenn nötig, oder reiben Sie sie mit einem Tuch ab, teilen Sie sie in Portionsstücke und legen Sie sie in eine große tiefe Schüssel, die Sie mit der Beize füllen (Wein, Essig, Gewürze, evtl. Wasser). Tuch drüber – und an einem kühlen Ort ruhen lassen. Je nach Alter des Tieres zwischen drei und fünf Tagen reicht.
  2. Gießen Sie das Fleisch danach ab und fangen Sie dabei etwas von der Beize ab (ca. 100ml).
  3. In einer hohen Pfanne oder einem Topf bereiten Sie das Braunmehl zu, in einer anderen braten Sie die Rehstücke mit gutem Fett scharf an. Das Fleisch können Sie dann nach und nach in das Braunmehl geben und mit Beize und Fleischbrühe ablöschen.
  4. Decken Sie die hohe Pfanne oder den Topf zu und dämpfen Sie das Fleisch langsam weich. Junge Tiere brauchen ca. eine Stunde, ältere zwei bis drei Stunden.
  5. Vor dem Anrichten sollten Sie das Fett an der Oberfläche abschöpfen, mit Wein würzen und mit leckeren Knödeln servieren. Fertig !!

 

Sie sehen, Sie können sich auch an Feiertagen darauf freuen, Ihre Lieben mit leckeren Dingen zu bekochen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei – und GUTEN HUNGER!

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