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Rosenblätter essen? - Einige Rezepte

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:35
Rosen - Die Natur offeriert uns viele kulinarische Genüsse. Eine ganz besondere Spezialität liefert uns eine Pflanze, welche sich mit vielen Dornen...

Die Natur offeriert uns viele kulinarische Genüsse. Eine ganz besondere Spezialität liefert uns eine Pflanze, welche sich mit vielen Dornen gegen ihre Feinde wehrt. Rosen sind nicht nur wegen ihres Öls sehr beliebt, sondern man kann Rosenblätter auch essen. Hierzu gibt es unzählige Rezepte, welche diese edle Zutat und ihren Geschmack zu noch besserer Geltung bringen. Hier zeigen wir dir, was man aus Rosenblättern machen kann und was man bei der Zubereitung unbedingt beachten muss. 

Was man beachten sollte

  • Rosenblätter kann man sowohl im Feinkostladen als auch im Internet bestellen. Bei einer Onlinebestellung werden diese gekühlt geliefert. 
  • Rosenblätter sollten innerhalb von drei Tagen nach dem Einkauf verbraucht werden. Bei Bestellungen aus dem Internet beginnen diese zu welken, sobald die Kühlkette unterbrochen wurde. Setzt dieser Prozess ein, verlieren sie schnell ihren einzigartigen Geschmack.
  • Rosenblüten sollten nur in bestimmten Mengen verwendet werden. Die vielen ätherischen Öle, können bei übermäßigem Genuss schnell zu Magenbeschwerden führen. Hier gilt der Grundsatz, weniger ist mehr.
  • Bei Gerichten, welche auf Rosenblüten basieren, sollte man nur Gewürze verwenden, welche den eigentlichen Geschmack nicht überdecken. Rosenblüten haben anders als das Rosenöl, einen sehr dezenten Eigengeschmack

Rezepte zum Selbermachen

Rosenmarmelade 

  • Hervorragend auf Brot oder einfach zum puren Genießen, eignet sich Rosenmarmelade. Das Rezept ist simpel und schnell gemacht. 
  • Zutaten:
  • etwa 10 Handvoll Rosenblätter (am besten Duftrosen)
  • 1 Pck. Gelierzucker
  • 1 Liter Wasser
  • 3 Zitronen und deren Saft
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • Rum
  • Einmachgläser
  • Zubereitung:
  • Alle Zutaten werden in einem Topf gegeben und vermengt. Dabei die Temperatur stufenweise steigern, bis das Gemisch zu kochen beginnt. Nun etwa 20 Minuten aufkochen lassen und hin und wieder umrühren. In der Zwischenzeit sollten die Einmachgläser mit Rum ausgespült werden. Sobald die Marmelade aufgekocht wurde, diese sofort in die Gläser füllen und fest verschließen. Die Marmelade muss nach dem Abfüllen mindestens 48 Stunden ziehen. Danach kann sie sofort genossen werden. 

Gezuckerte Rosenblätter

  • Rosenblätter können auch pur gegessen werden. Allerdings kann man diese noch zusätzlich verfeinern. Das Rezept hierzu ist ganz einfach.
  • Zutaten:
  • 1 Handvoll Rosenblätter für eine Portion
  • 2 Eiweiß 
  • 100g Zucker
  • Zubereitung:
  • Die Rosenblätter vorsichtig abspülen und behutsam abtrocknen. Die 2 Eiweiß zu einem lockeren Schnee aufschlagen und jedes Rosenblatt einzeln eintauchen. Sofort danach muss das Blatt von beiden Seiten mit Zucker bestreut werden. Diesen Vorgang bei jedem Blatt wiederholen. Anschließend müssen diese etwa 2 Tage trocknen. Der Vorgang kann auch im Backofen beschleunigt werden. Bei etwa 60 Grad Oberhitze dauert dies ungefähr 3 Stunden. 
  • Die Blätter behalten im Nachhinein ihr eigenes Aroma und erhalten durch den Zucker eine wunderbar süße Note, welche durch den etwas herben Rosengeschmack abgerundet wird. 

Rosenmus

  • Dieses Rezept ist bereits sehr alt und stammt ursprünglich aus dem vorderen Orient. Hier ließen sich vor allem Herrscher durch den Geschmack von Rosenmus verwöhnen. 
  • Zutaten:
  • 350 g Duftrosenblätter
  • 500 g Gelierzucker
  • Zubereitung:
  • Zuerst müssen die Rosenblätter behutsam gewaschen werden. Danach gibt man diese in eine Schüssel und gibt den Gelierzucker dazu. Alles einmal kräftige Untermischen, sodass sich der Zucker in der ganzen Schüssel etwa gleichmäßig verteilt. Sollte die Masse zu dickflüssig werden, kann maximal 1/8 Liter Wasser hinzu gegeben werden. Der Inhalt der Schüssel muss nun durch einen Fleischwolf gedreht oder in einem Mörser zerstoßen werden. 
  • Das fertige Muss passt hervorragend zu Weißbrot oder kann auch pur gegessen werden. Je nach Geschmack kann noch etwas Zucker hinzu gegeben werden.

Rosencreme 

  • Dieses Rezept eignet sich hervorragend als Dessert und kann auch zu Früchten wie Erdbeeren oder Kirschen gereicht werden. Im Sommer kann man damit ein leckeres Eis garnieren.
  • Zutaten:
  • 600 ml Naturjoghurt
  • 2 Rosenköpfe
  • 100 g Zucker
  • 100 ml Sahne
  • Zubereitung:
  • Der Naturjoghurt muss mit dem Zucker verrührt werden. Danach die inneren Rosenblätter entfernen und die äußeren für später aufheben. Diese dienen als Dekoration. Die inneren Blätter zusammen mit der Sahne pürieren und letztlich mit dem Joghurt vermischen. Beim Unterheben muss darauf geachtet werden, dass die Masse eine bestimmte Festigkeit erhält. 
  • Am besten, man stellt das Ganze noch einmal kalt, sodass alles richtig fest werden kann. Abschließend kann man diese in kleine Schälchen füllen und zu den jeweiligen Speisen reichen. Tipp: Schmeckt auch wunderbar zu Eierkuchen. 

Wichtig

  • Was auf jeden Fall beachtet werden sollte, ist, dass man für alle Rezepte nur unbehandelte Rosenblätter verwenden darf. Die Rosen aus dem Supermarkt oder gar vom Blumenhändler sind hierfür nicht geeignet. Sie wurde meist mit Pestiziden gespritzt. Diese lassen sich auch nach mehrmaligen Waschen nicht vollständig entfernen. Hier sollte man lieber ein paar Euro mehr investieren und Rosen aus dem Feinkostladen oder bei speziellen Händlern im Internet kaufen. So kann man ohne Bedenken Rosenblätter essen. In diesem Sinne: Bon Appetit! 

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