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Letztes Update am 06.07.2015, 11:37
Aus mit der morgendlichen „Grantlerei“: Wie Morgenmuffel am besten in den Tag starten.

Das schrille Läuten des Weckers, der müde Griff nach der Schlummertaste - einmal, zweimal, dreimal. Dann der Moment, indem man erkennt, dass eben diese ansonsten recht praktische Taste schon deutlich überstrapaziert wurde, die morgendliche Hygiene etwas knapper ausfallen und das Frühstück ganz gestrichen werden muss. Morgenmuffel haben es nicht leicht.

Horror am Morgen

„Morgenstund‘ hat Gold im Mund“ heißt ein altbekanntes Sprichwort. Von wegen, werden sich die Morgenmuffel des Landes denken. Durchschnittlich läutet der Wecker in den heimischen Haushalten um 6:14 Uhr. Eine Horrorvorstellung für all jene, die in der Früh nicht fit und munter aus den Betten steigen. „Die innere Uhr, die Schlaf- und Wachzeiten regelt, ist bei jedem Menschen anders eingestellt“, weiß Uwe Fremder, leitender Arzt am Schlaflabor im Klinikum Hofheim. Aber auch für Menschen die fachlich betrachtet nicht zu den sogenannten „Lerchen“, also Personen, die ohne Probleme früh aufstehen, gehören, sondern zu den „Eulen“ zählen, gibt es Wege und Mittel, den Morgen zu bewältigen. Das unliebsame Credo lautet dabei: Den Wecker früh stellen. Denn wer sich morgens abhetzt, gerät deutlich zu früh in Stress. Ausreichend Zeit ist auch wichtig, um ein nahrhaftes Frühstück samt Vitaminen und Kohlehydraten zu sich zu nehmen. Dieses versorgt uns morgens mit der notwendigen Kraft. Ist auch noch Zeit für eine Tasse aromatischen und vor allem munter machenden Kaffee übrig, ist das schon die sprichwörtliche halbe Miete.

Kreislauf stärken

Um den menschlichen Mechanismus zu stärken sollten gleich nach dem Aufstehen die Vorhänge beiseite gezogen und Licht in die Wohnung gelassen werden, Streck- und Atemübungen im Bett kurbeln den Kreislauf zusätzlich an. Die kalte Dusche ist zugegebener Maßen etwas für Hartgesottene, wirkt aber Wunder. Um das Herz zu schonen sollte aber auch hier behutsam von lauwarm auf kalt umgestellt werden, raten Mediziner. Schlafforscher der Universität Regensburg haben außerdem herausgefunden, dass wir nach siebeneinhalb und neun Stunden am einfachsten Aufstehen. Grund dafür sind Schlafzyklen, die in diesen Zeiträumen vollendet werden. „Dass man morgens eine gewisse Zeit braucht, um auf Touren zu kommen, ist völlig normal“, erklärt Fremder. Er rät Morgenmuffeln, sich bestimmte Rituale einzurichten. Auf diese Weise würde sich der Biorhythmus leichter an die Aufstehzeiten gewöhnen.


Für Morgenmuffel besteht also durchaus Hoffnung, einmal fit und ausgeschlafen in den Tag zu starten. Mit bestimmten Hilfsmitteln und Ritualen geht es leichter. Also: Ab unter die kalte Dusche und zur Belohnung eine muntermachende Tasse Kaffee genießen!