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Thanks Giving - Warum feiert man das Erntedankfest?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:51
Seit Jahrhunderten feiern die Menschen Erntedankfeste rund um den Erdball.

Das Erntedankfeste feiern die Menschen rund um den Erdball. Diese Tradition ist schon viele Jahrhunderte alt. Die Römer beispielsweise feierten bereits im dritten Jahrhundert, das Fest hieß „Celia“ und wurde zu Ehren der Getreidegöttin Cerelia zelebriert. Im Griechenland der damaligen Zeit hieß die Göttin Demeter, deren mit einem Dankesfest gedacht wurde. Die alten Ägypter feierten das Min-Fest und im Jüdischen hieß das Fest Sukkoth. 

Die Menschen lebten von den Früchten ihrer Felder, der Gärten und des Waldes. Nach dem Ende der Erntezeit wurde den Göttern für das Gedeihen der Früchte gedankt.
Das religiös verwurzelte Fest feiert man im Einflussbereich der evangelischen Kirche seit 1770 am 29. September. Nach dem Kirchenkalender ist das der erste Sonntag nach Michaelis. 

Die Katholiken feiern Erntedank meist am ersten Oktobersonntag. Die Kirchen werden festlich mit den Früchten des Feldes und des Gartens geschmückt, die Altäre tragen eine traditionelle Erntekrone, werden mit einer Fruchtsäule und dem Ernteteppich aus Getreidehalmen und Feldfrüchten dekoriert. In den Festgottesdiensten wird Gott der reichen Ernte wegen gedankt.

In einigen Regionen werden Erntedankpuppen aus Stroh gebunden. Sie symbolisieren Opfergaben, die man auf das Feld stellt. Weil in früheren Zeiten die Mägde und Knechte von den Gutsherren zum Erntedank mit Festessen bewirtet wurden, gibt es in den verschiedenen Regionen Erntebier und Festessen, Festumzüge und Jahrmärkte oder Drachensteigen am Michaelstag. In den Gebirgsregionen wird das Vieh von den Almen zurück in die Dörfer, auf die Winterweide oder in den Stall getrieben. Ihr lautes Glockengeläut soll anlässlich des Almabtriebs böse Geister vertreiben.

Thanksgiving - Erntedankfest in Amerika. 

  1. 1621 wurde das Fest zum ersten Mal gefeiert. Die Pilgrim Fathers waren 1620 mit der "Mayflower" nach Neuengland gekommen. 
  2. Ein Jahr später feierte man zum ersten Mal das Erntedankfest, das heute zu den wichtigsten amerikanischen Festen zählt. 
  3. Überall gibt es opulente Festessen mit dem traditionellen Truthahn mit Preiselbeeren, süßen Kartoffeln und Mais in Käserahm, dazu Kürbiskuchen.
  4. Die Menschen sind der reichen Ernte und der Fülle der Nahrungsmitteln wegen dankbar.
  5. Die verschiedenen Bräuche und die unterschiedlichen Traditionen drücken die tiefe Dankbarkeit Gott gegenüber aus.

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